Axel Rethwilms Forschung über die Diagnostik und Therapie viraler Infektionskrankheiten hat national und international große Anerkennung gefunden. Dabei lag ihm besonders die Kooperation mit Universitäten in Afrika und die Nachwuchsförderung dort am Herzen. Am 29. Juli 2014 ist der Inhaber des Lehrstuhls für Virologie an der Universität Würzburg gestorben. Er wurde 54 Jahre alt.
Der Würzburger Virologe (Foto: privat) war international bekannt für seine Arbeiten über Foamy-Viren. Er war Sprecher des ersten deutsch-afrikanischen Graduiertenkollegs, in dem herausragende Nachwuchsforscher aus Deutschland und Afrika am Thema *HIV, AIDS und damit assoziierte Infektionskrankheiten* arbeiteten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte das Kolleg seit 2008 mit mehreren Millionen Euro.
Lebenslauf von Axel Rethwilm
Geboren wurde Axel Rethwilm am 3. August 1959 in Bielefeld. Zum Studium der Medizin ging er an die Universität Freiburg, wo er 1985 auch den Doktortitel erhielt. Danach arbeitete er als Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, bevor er 1987 an den Lehrstuhl für Virologie der Universität Würzburg wechselte. In Würzburg war Axel Rethwilm zunächst als wissenschaftlicher Angestellter tätig. 1992 habilitierte er sich hier. Schließlich wurde er 1995 zum Professor ernannt. Drei Jahre später folgte er einem Ruf an die Technische Universität Dresden, wo er den Lehrstuhl für Virologie innehatte. 2003 wurde er dann nach Würzburg zurückberufen. Hier trat er auf dem Lehrstuhl für Virologie die Nachfolge von Volker ter Meulen an.
Beisetzung im September
Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 26. September, um 13 Uhr auf dem Waldfriedhof in Würzburg statt.