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Hohes Durstempfinden kann Gewohnheit oder Krankheit sein

Neue Studie bringt Klärung welcher Test die Diagnose bei literweisem Trinken am besten ermöglicht / Kochsalztest bleibt Goldstandard

 

Eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme mit entsprechend vermehrter Urinausscheidung kann eine medizinisch unbedenkliche Gewohnheit darstellen, aber auch auf eine seltene Hormonstörung hinweisen. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) hat gemeinsam mit Forschenden des Universitätsspitals Basel in den vergangenen Jahren zwei Tests entwickelt, welche die Diagnostik vereinfachen und verbessern. Eine neue im „The New England Journal of Medicine" publizierte internationale Studie zeigt nun, dass ein Kochsalztest die höchste Zuverlässigkeit aufweist.

Infusion
Der Kochsalz-Infusionstest bei übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme mit entsprechend vermehrter Urinausscheidung ist zur der genauere Test bei Verdacht auf einen Vasopressin-Mangel, früher als Diabetes insipidus bekannt, und gilt endgültig als Goldstandard. © UKW

Würzburg / Basel: Viel trinken, am besten Wasser, ist wichtig, keine Frage. Aber wer mehr als drei Liter am Tag zu sich nimmt und vermehrt Urin ausscheidet, sollte das Verhalten abklären lassen. In den meisten Fällen sind ein gesteigertes Durstempfinden und eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme, in der Fachsprache Polydipsie genannt, gepaart mit einer Polyurie für extremes Harnvolumen, durch Gewohnheit entstanden oder eine Begleiterscheinung einer psychischen Erkrankung. Eine Verhaltenstherapie kann hier helfen, die Trinkmenge zu reduzieren. In einigen Fällen kann jedoch ein Vasopressin-Mangel vorliegen, der medikamentös behandelt werden muss. Vasopressin ist ein Hormon in der Hirnanhangdrüse, welches in unserem Körper den Wassergehalt und damit auch die Urinkonzentration und -menge steuert. Personen mit einem Vasopressin-Mangel, früher bekannt als Diabetes insipidus, können den Urin nicht konzentrieren und verlieren deshalb große Mengen an Flüssigkeit. Entsprechend stark ist ihr Durstgefühl. 

Testmethoden zur Unterscheidung der beiden Krankheitsbilder 

„Die genaue Unterscheidung der Ursachen ist wichtig, da eine falsche Therapie lebensbedrohliche Folgen haben kann. Werden Patientinnen und Patienten mit einer primären Polydipsie mit Vasopressin behandelt, droht eine Wasservergiftung", erläutert Prof. Dr. Martin Fassnacht, Leiter der Endokrinologie und Diabetologie am Würzburger Universitätsklinikum die Relevanz einer genauen Diagnostik. „Nachdem jahrzehntelang die Patientinnen und Patienten bei Verdacht auf einen Vasopressin-Mangel bis zu 18 Stunden dursten mussten, haben wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Basel in den letzten Jahren zwei Tests entwickelt, die die Diagnostik vereinfachen und verbessern.“ 

Das erste Testverfahren basiert auf einer Idee von Professor Bruno Allolio, dem früheren Leiter der Würzburger Endokrinologie. Dabei wird den Patientinnen und Patienten über drei Stunden hinweg eine genau definierte Menge einer Kochsalzlösung als Infusion verabreicht, welche das Hormon Vasopressin stimuliert. Währenddessen wird ihnen halbstündlich Blut abgenommen, um die Copeptin-Konzentration im Blut zu überprüfen. Copeptin ist ein Vorläuferhormon des Vasopressins, das deutlich besser im Labor zu messen ist. Eine im Sommer 2018 veröffentlichte Studie in The New England Journal of Medicine hatte bereits die hohe diagnostische Treffsicherheit des Kochsalzinfusionstests mit Copeptinmessung gezeigt. 97 Prozent aller Patientinnen und Patienten konnten damit korrekt diagnostiziert werden. 

Zwei Studien in “The New England Journal of Medicine”

Die Herausgeber des New England Journal of Medicine kommentieren damals, dass dies der neue Test zur Standarddiagnostik werden wird. Und er wird es vorerst bleiben, wie eine weitere Veröffentlichung im New England Journal of Medicine jetzt zeigt. 

Der Kochsalztest ist recht aufwändig, da die Patientinnen und Patienten wegen des starken Salzanstiegs ständig überwacht werden müssen und eine regelmäßige Salzmessung im Blut notwendig ist, erklärt Dr. Irina Chifu, Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologie, die die Studien in Würzburg maßgeblich koordiniert hat. Deshalb haben die Forschenden einen stark vereinfachten und verträglicheren Test entwickelt, bei dem sie den Patientinnen und Patienten statt der Salzinfusion eine Infusion mit dem Eiweißbestandteil Arginin verabreichen, welche ebenfalls das Hormon Vasopressin stimuliert. Auch dieser Test zeigte eine gute Zuverlässigkeit (Link zur PM).

Kochsalztest ist besser und zuverlässiger als die Arginin-Infusion

In einer neuen internationalen Studie wurden unter Federführung des Universitätsspitals Basel die beiden Tests miteinander verglichen. Dazu wurden in Basel und Zürich (Schweiz) sowie in Würzburg, Belo Horizionte (Brasilien), Cambridge (UK), Mailand (Italien) und, Rotterdam (Niederlande) insgesamt 158 Probandinnen und Probanden rekrutiert, wobei die Endokrinologie in Würzburg mit 45 Patientinnen und Patienten Spitzenreiter bei der Rekrutierung war. 

Fazit: „Unser Vergleich zeigt, dass beide Tests gut sind, aber dass der Kochsalz-Infusionstest bei grenzwertigen Fällen klar der genauere ist und damit endgültig als Goldstandard gilt", resümieren Irina Chifu und Martin Fassnacht. 

Publikation: 
Julie Refardt, Cihan Atila, Irina Chifu, Emanuele Ferrante, Zoran Erlic, Juliana B. Drummond, Rita Indirli, Roosmaijn C. Drexhage, Clara O. Sailer, Andrea Widmer, Susan Felder, Andrew S. Powlson, Nina Hutter, Deborah R. Vogt, Mark Gurnell, Beatriz S. Soares, Johannes Hofland, Felix Beuschlein, Martin Fassnacht, Bettina Winzeler, Mirjam Christ-Crain. Arginine or Hypertonic Saline–Stimulated Copeptin to Diagnose AVP Deficiency 2023/11/15. New England Journal of Medicine.  https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2306263

Infusion
Der Kochsalz-Infusionstest bei übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme mit entsprechend vermehrter Urinausscheidung ist zur der genauere Test bei Verdacht auf einen Vasopressin-Mangel, früher als Diabetes insipidus bekannt, und gilt endgültig als Goldstandard. © UKW

Multimorbidität bei Herzinsuffizienz

Zusammenhang mit Weltregionen und Einkommensniveaus in der globalen REPORT-HF Kohortenstudie

Umfassende globale Informationen über Prävalenz und klinische Folgen von Multimorbidität bei akuter Herzinsuffizienz nach Weltregionen und Einkommen gab es bisher nicht. Eine neue Analyse aus der globalen REPORT-HF Studie demonstriert erstmals Zusammenhänge von Multimorbidität mit regionalen und länderspezifischen Unterschieden. In Ländern mit hohem Einkommen wie Deutschland oder USA ist Multimorbidität besonders weit verbreitet und geht mit höherer Sterblichkeit, weniger Verschreibung von Medikamenten gegen Herzinsuffizienz und häufigerer Verwendung potenziell schädlicher Therapien einher.

Die Weltkarte zeigt die Länder, die an der Studie teilgenommen haben und wie hoch ihre durchschnittlichen Komorbiditäten bei Herzinsuffizienz sind.
Prävalenz von Multimorbidität nach Weltregion und Einkommensniveau beteiligter Länder in der REPORT-HF Kohortenstudie. (A) Weltkarte mit der mittleren Anzahl Komorbiditäten pro Land. Weiß kennzeichnet sind nicht an der Kohortenstudie beteiligte Länder. (B) Häufigkeit von Komorbiditäten nach Weltregionen. (C) Komorbiditätsbelastung pro Land nach Einkommensniveau. © UKW published in The Lancet Global Health

Würzburg. Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz haben oft mehrere Begleiterkrankungen. Treten mehr als zwei Erkrankungen gleichzeitig auf spricht man von Multimorbidität. Die Häufigkeit von Multimorbidität bei akuter Herzinsuffizienz liegt zwischen 43 % und 98 %, variiert aber je nach geografischer Region. Frühere Berichte über die Auswirkungen von Multimorbidität bei Herzinsuffizienz bezogen sich auf eine begrenzte Anzahl von Ländern, vorwiegend aus Westeuropa, Asien und Nordamerika oder basierten auf Populationen, die an klinischen Studien teilnahmen, bei denen Patientinnen und Patienten mit Komorbiditäten wie schwerer Niereninsuffizienz oder Krebs in der Regel ausgeschlossen waren. In einer im November 2023 im Journal The Lancet Global Health veröffentlichten Analyse unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Angermann vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) am Uniklinikum Würzburg wurden erstmals weltweit die Häufigkeit von Multimorbidität und ihre Auswirkungen auf die Arzneimitteltherapie und die Prognose untersucht.

82 Prozent der Studienteilnehmenden waren multimorbide

Als Basis für die Analyse diente die Datenbank der prospektiven, multizentrischen Kohortenstudie REPORT-HF (Registry to Assess Medical Practice and Longitudinal Observation for Treatment of Heart Failure). Im Rahmen von REPORT-HF wurden zwischen Juli 2014 und März 2017 in 358 Krankenhäusern aus 44 Ländern auf sechs Kontinenten 18 553 Patienten rekrutiert. Die Dauer der Nachbeobachtung betrug ein Jahr. Dabei benutzen Forschende aus Ägypten, Argentinien, Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Singapur, Norwegen, den USA und Zypern einen einheitlichen Erhebungsbogen. „Fast alle Studienteilnehmende, nämlich 18 528 Patientinnen und Patienten, hatten vollständige Daten zu ihren Komorbiditäten und wurden daher in die Untersuchung einbezogen,“ berichtet Christiane Angermann. „Dabei waren 82 Prozent multimorbide, und wir haben die Länder nach Weltregionen und Einkommensniveaus stratifiziert.“ 

Mehr Komorbiditäten erschweren die leitliniengerechte Pharmakotherapie

Die Prävalenzraten von Komorbidität waren mit 72 Prozent am niedrigsten in Südostasien und mit 92 Prozent am höchsten in Nordamerika. Patientinnen und Patienten aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen waren seltener multimorbide als Herzinsuffiziente aus Ländern mit hohem Einkommen (73% gegenüber 85%, p<0,0001). Mit zunehmender Multimorbidität erhielten die Betroffenen weniger leitliniengerechte Herzinsuffizienz-Medikamente, dafür aber mehr Medikamente, die eine Herzinsuffizienz verursachen oder verschlechtern können. 

Multimorbidität verschlechtert die Prognose

In dieser Studie erwiesen sich Komorbiditäten bei Patientinnen und Patienten, die wegen akuter Herzinsuffizienz in ein Krankenhaus aufgenommen worden waren, als wichtige Prädiktoren, also Vorhersagevariablen, für eine verminderte Lebensqualität, mehr Krankenhausaufenthalte und eine schlechtere Prognose: Die Ein-Jahres-Mortalität stieg von 13 Prozent bei Herzinsuffizienten ohne Komorbiditäten bis auf 26 Prozent, wenn fünf oder mehr Komorbiditäten vorlagen. Der populationsbezogene Anteil der Multimorbidität an der Sterblichkeit, die so genannte ‚population attributable fraction‘, war in Ländern mit hohem Einkommen höher als in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen. Mit 61 Prozent gegenüber 27 Prozent und 31 Prozent hatten hier über die Hälfte aller Todesfälle mit Multimorbidität zu tun.

Ergebnisse unterstreichen systemischen Charakter der Herzinsuffizienz und fordern einen multidisziplinären diagnostischen und therapeutischen Ansatz

Die hohe Prävalenz und enorme prognostische Relevanz der Multimorbidität bei herzinsuffizienten Patientinnen und Patienten aller Weltregionen unterstreichen den systemischen Charakter dieses Syndroms und machen deutlich, dass Komorbiditäten bei der Behandlung der Herzinsuffizienz besondere Aufmerksamkeit verdienen. „Multimorbide Patientinnen und Patienten, die eine Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz überlebt haben, sind nach dieser Analyse weltweit unterversorgt mit den lebensverlängernden Medikamenten, die von den internationalen Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz empfohlen werden. Einerseits wird die Therapie oft unterdosiert, besonders in einkommensschwachen Regionen. Andererseits werden- vor allem in Ländern mit hohem pro-Kopf-Einkommen mit zunehmender Multimorbidität Medikamente gegen diese Krankheiten verschrieben, die ihrerseits Herzinsuffizienz verursachen oder verschlimmern können,“ fasst Christiane Angermann zusammen. „Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass Herzinsuffizienz eine lebensgefährliche und komplexe Systemerkrankung ist, deren Behandlung Spezialwissen und einen fachübergreifenden Ansatz erfordert. Multidisziplinäre Betreuungsteams könnten helfen, die medikamentöse Unter- und Fehlversorgung zu vermeiden und die miserable Prognose von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz zu verbessern.“ 

Publikation
Teresa Gerhardt, Louisa M S Gerhardt, Wouter Ouwerkerk, Gregory A Roth, Kenneth Dickstein, Sean P Collins, John G F Cleland, Ulf Dahlstrom, Wan Ting Tay, Georg Ertl, Mahmoud Hassanein, Sergio V Perrone, Mathieu Ghadanfar, Anja Schweizer, Achim Obergfell, Gerasimos Filippatos, Carolyn S P Lam, Jasper Tromp, Christiane E Angermann, Multimorbidity in patients with acute heart failure across world regions and country income levels (REPORT-HF): a prospective, multicentre, global cohort study, The Lancet Global Health, Volume 11, Issue 12, 2023, Pages e1874-e1884, ISSN 2214-109X, https://doi.org/10.1016/S2214-109X(23)00408-4
 

Die Weltkarte zeigt die Länder, die an der Studie teilgenommen haben und wie hoch ihre durchschnittlichen Komorbiditäten bei Herzinsuffizienz sind.
Prävalenz von Multimorbidität nach Weltregion und Einkommensniveau beteiligter Länder in der REPORT-HF Kohortenstudie. (A) Weltkarte mit der mittleren Anzahl Komorbiditäten pro Land. Weiß kennzeichnet sind nicht an der Kohortenstudie beteiligte Länder. (B) Häufigkeit von Komorbiditäten nach Weltregionen. (C) Komorbiditätsbelastung pro Land nach Einkommensniveau. © UKW published in The Lancet Global Health

Einsatz von Virtual Reality: Uniklinikum Würzburg ist Teil der Wuerzburg Web Week 2023

Virtual Reality (VR) in der Psychotherapie und in der Weiterbildung von medizinischem Personal - das Uniklinikum Würzburg beteiligt sich mit zwei öffentlichen Infoveranstaltungen an der Wuerzburg Web Week 2023.

Zu Weiterbildungszwecken wird in der Gastroenterologie des UKW die reale Umgebung zur virtuellen Realität. Prof. Dr. Alexander Hann, stellvertretender Leiter der Gastroenterologie am UKW und Professor für Digitale Transformation in der Gastroenterologie, teleportiert sich mit einer VR-Brille in das digitale Weiterbildungsportal. Foto: Alexander Hann / UKW
Zu Weiterbildungszwecken wird in der Gastroenterologie des UKW die reale Umgebung zur virtuellen Realität. Prof. Dr. Alexander Hann, stellvertretender Leiter der Gastroenterologie am UKW und Professor für Digitale Transformation in der Gastroenterologie, teleportiert sich mit einer VR-Brille in das digitale Weiterbildungsportal. Foto: Alexander Hann / UKW

Würzburg. Die Wuerzburg Web Week ist eine Dachveranstaltung, die in der Region Mainfranken alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenbringen will, die mit dem Zukunftsthema Digitalisierung zu tun haben. Bei der diesjährigen Neuauflage der Aktionswoche vom 17. bis 24. November ist auch das Uniklinikum Würzburg (UKW) wieder dabei und füllt mit zwei Themenangeboten das diesjährige Web-Week-Motto „Zukunftsoptimismus“ mit Leben.

 

VR in der Psychotherapie

Am Montag, den 20. November von 16:00 bis 17:00 Uhr, wird in einer Online-Veranstaltung aufgezeigt, wie VR zunehmend als effektives Therapiewerkzeug in der Psychotherapie zur Behandlung von Angsterkrankungen eingesetzt wird. Dabei werden am UKW durchgeführte Studien zur Behandlung von Höhenangst, Spinnenangst und Auftrittsangst bei Musikerinnen und Musikern vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Zoom-Link ist hier hinterlegt.

 

VR zur medizinischen Weiterbildung - Darmkrebsvorsorge

Darmkrebsvorsorge geht uns alle an. Deshalb stellt das Team der Gastroenterologie der Medizinischen Klinik II des UKW am Donnerstag, 23. November, von 10:00 bis 12:30 Uhr einen Virtual-Reality-Simulator vor. Mit diesem können Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte alle Schritte der Darmkrebsvorsorge erlernen und üben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die VR-Brille während der Veranstaltung selbst ausprobieren.
Die „Vor-Ort-Veranstaltung“ findet im Seminarraum 2/3 des Zentrums für Innere Medizin (Haus, A1, Oberdürrbacher Str. 6, 97080 Würzburg) statt. Um Anmeldung unter hann_a@ukw.de mit dem Stichwort „WueWW VR Darmkrebsvorsorge“ wird gebeten.

Die Teilnahme an allen Web-Week-Veranstaltungen des UKW ist kostenlos. Weitere Details zum Ablauf gibt es im Programmteil unter www.wueww.de
 

Zu Weiterbildungszwecken wird in der Gastroenterologie des UKW die reale Umgebung zur virtuellen Realität. Prof. Dr. Alexander Hann, stellvertretender Leiter der Gastroenterologie am UKW und Professor für Digitale Transformation in der Gastroenterologie, teleportiert sich mit einer VR-Brille in das digitale Weiterbildungsportal. Foto: Alexander Hann / UKW
Zu Weiterbildungszwecken wird in der Gastroenterologie des UKW die reale Umgebung zur virtuellen Realität. Prof. Dr. Alexander Hann, stellvertretender Leiter der Gastroenterologie am UKW und Professor für Digitale Transformation in der Gastroenterologie, teleportiert sich mit einer VR-Brille in das digitale Weiterbildungsportal. Foto: Alexander Hann / UKW

Ein Jahr FLEX4UKW: Über 240 Einstellungen erfolgt / „Absolutes Erfolgsprojekt“

Flexible Arbeitszeiten in der Pflege speziell für „Rückkehrer“ attraktiv

3 Pflegefachkräfte lächeln in die Kamera
Maxi Huth, Franka Bolz und Manuela Müller (v.l.) haben sich in diesem Jahr für „FLEX4UKW“ entschieden. Foto: UKW/ Stefan Dreising
Gruppenbild des FLEX-Büros
Im vierköpfigen Team des Flex-Büros an der Uniklinik Würzburg laufen die Fäden zusammen: Delia Schumacher, Cashanna Schöller, Anke Kaiser und Patrick Hetzer, (v.l.). Foto: UKW / Lena Ossiander

Würzburg. Ein Jahr nach dem Start des Projektes „FLEX4UKW“ konnte das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) bereits über 240 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Pflegebereich einstellen. Das entspricht rund 156 „Vollkräften“. In den ersten zwölf Monaten des Programms hatte es über 700 Bewerbungen gegeben. „Diese Entwicklung hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. FLEX4UKW ist ein absolutes Erfolgsprojekt und stärkt die Pflege am UKW dauerhaft“, erklärt Marcus Huppertz, Pflegedirektor an der Würzburger Uniklinik.

Arbeitszeiten frei wählbar

Im November 2022 startete die Rekrutierungskampagne. Das Konzept hinter FLEX4UKW: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können bei FLEX4UKW ihre Dienstpläne frei gestalten und bestimmen damit individuell ihren Arbeitsumfang. Zudem können sie aus elf inhaltlichen Clustern wählen, z.B. Onkologie oder Operative Medizin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem FLEX-Team arbeiten in den Bereichen, in denen es zu Personalausfällen kommt. So kann das „Einspringen“ aus den festen Stationsteams spürbar reduziert werden.

Organisiert wird das innovative Ausfallmanagement über ein eigens installiertes und inzwischen vierköpfiges Flexbüro. Cashanna Schöller, Leiterin des Flexbüros, erklärt: „Ein Großteil sind Pflegekräfte, die nach einer Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen möchten. Hinzu kommen Studierende und auch Rentnerinnen und Rentner mit der nötigen Berufsausbildung.“ 

Als eine der ersten Mitarbeiterinnen startete Maxi Huth im vergangenen Februar ihre Tätigkeit im Rahmen von FLEX4UKW. „Mein Wunsch war es unbedingt, im Cluster Onkologie zu arbeiten. Die Einarbeitung und die Zusammenarbeit mit den festen Teams ist einfach toll. Ich bin absolut froh, dass ich den Schritt gemacht habe“, so die ausgebildete Altenpflegerin. Ihr nächstes Ziel am UKW ist nun eine Fachweiterbildung.

Für Manuela Müller waren es die flexiblen Arbeitszeiten, die für FLEX4UKW sprachen. Die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet an drei Tagen in der Woche von 8 bis 13 Uhr, dazu ein Wochenende im Monat im Cluster „Operative Medizin“. „So kann ich mich morgens um meine beiden Kinder kümmern und bin mittags wieder zuhause. Darüber bin ich natürlich sehr glücklich. Das hätte ich sonst so nicht geschafft.“ Daher wechselte sie nach ihrer Elternzeit im Juni von ihrem festen Stationsteam am UKW in das FLEX-Team.

Bisher sind rund 20 Mitarbeitende des UKW in den Pool von FLEX4UKW gewechselt. Pflegedirektor Marcus Huppertz: „Mit dem neuen Modell konnten wir also auch diese Kolleginnen und Kollegen an uns binden, weil dieses Arbeitszeitmodell besser für sie passt und ihnen die gewünschte Flexibilität bietet.“

Elf Cluster mit verschiedenen Schwerpunkten

Für Franka Bolz waren es gerade die wechselnden Einsatzbereiche, die für sie den Ausschlag zu einer Bewerbung gaben. Die medizinische Fachangestellte arbeitete zuvor in einer Arztpraxis, nun arbeitet sie im Cluster „Ambulanzen“: „Die Arbeit ist vielseitig, das war für mich wichtig. Dazu zählt die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten, aber eben auch administrative Aufgaben am Computer. Der Einsatz in den verschiedenen Bereichen des UKW ist absolut spannend.“ Sie betont ebenso wie Manuela Müller und Maxi Huth: „Die Zusammenarbeit mit den festen Teams am UKW ist einfach toll und enorm wertschätzend.“

Bilanz zeigt: „Angebot entspricht Bedürfnissen“

UKW-Pflegedirektor Marcus Huppertz kündigt an: „Wir werden daher auch weiterhin unsere Rekrutierung für FLEX4UKW fortsetzen. Denn die bisherige Bilanz zeigt, dass unser Angebot verschiedenen Bedürfnissen und Interessen entspricht. Und natürlich verbessern wir damit die Arbeitsbedingungen am UKW nachhaltig.“ Sein Dank gilt daher besonders den festen Teams, die frühzeitig in die Planung einbezogen waren: „Wichtig für den Erfolg des Projektes ist natürlich eine sehr gute Einarbeitung, das ist uns gemeinsam gelungen.“ Ebenso wichtig und erfolgreich sei auch die Arbeit des FLEX-Büros am UKW und des Personalbereiches. „Der Aufbau von FLEX4UKW war eine große Gemeinschaftsaufgabe. Nach einem Jahr können wir jetzt sagen: Es hat sich absolut gelohnt. FLEX4UKW hilft unserem Klinikum enorm im deutschlandweiten Wettbewerb um Fachkräfte und ebenso dabei, unsere festen Teams an uns zu binden.“

Für mehr Informationen zu FLEX4UKW hier klicken.


Direkter Kontakt zum Flex-Büro am UKW:
Telefon: 0931 201-57924
Mobil: 0160 9631 6520
E-Mail: flexbuero@ukw.de
 

3 Pflegefachkräfte lächeln in die Kamera
Maxi Huth, Franka Bolz und Manuela Müller (v.l.) haben sich in diesem Jahr für „FLEX4UKW“ entschieden. Foto: UKW/ Stefan Dreising
Gruppenbild des FLEX-Büros
Im vierköpfigen Team des Flex-Büros an der Uniklinik Würzburg laufen die Fäden zusammen: Delia Schumacher, Cashanna Schöller, Anke Kaiser und Patrick Hetzer, (v.l.). Foto: UKW / Lena Ossiander

Kompetent in Qualität und Fortschritt – Rückblick auf den Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2023

Prof. Maximilian Rudert über sein Amt als Kongresspräsident - Meldung Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus mit Lehrstuhl für Orthopädie der Universität

Die drei Kongresspräsidenten (v.l.): Prof. Dr. med. Steffen Ruchholtz, Prof. Dr. med. Maximilian Rudert und Prof. Dr. med. Christoph-Eckhard Heyde (© Intercongress / S. Runke – Die Bildermanufaktur)
Die drei Kongresspräsidenten (v.l.): Prof. Dr. med. Steffen Ruchholtz, Prof. Dr. med. Maximilian Rudert und Prof. Dr. med. Christoph-Eckhard Heyde (© Intercongress / S. Runke – Die Bildermanufaktur)

 

Vom 24. bis 27. Oktober 2023 hat in Berlin der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stattgefunden. Die Veranstaltung ist mit über 8.000 Teilnehmenden aus 57 Ländern nicht nur deutschlandweit der bedeutendste Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, sondern auch europaweit mit Abstand die größte Fachveranstaltung auf ihrem Gebiet.

An der Spitze des DKOU stand Prof. Dr. med. Maximilian Rudert, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus und Ordinarius für Orthopädie der Universität Würzburg, als Kongresspräsident – zusammen mit zwei weiteren Präsidenten: Prof. Dr. med. Steffen Ruchholtz (Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg) und Prof. Dr. med. Christoph-Eckhard Heyde (Geschäftsführender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig).

Seit dem 1. Januar 2023 hat Prof. Maximilian Rudert zahlreiche präsidiale Ämter inne: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC) und Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DCGOU). Als Präsident der Fachgesellschaften ist Prof. Rudert zum Kongresspräsidenten gewählt worden.

Die drei Kongresspräsidenten haben je ein Schwerpunktthema gewählt, das sie in den Fokus der Veranstaltung gestellt haben. Prof. Rudert hat sich dem Thema Nachhaltigkeit, konkret der Schonung von Ressourcen im Klinik- und OP-Alltag gewidmet, Prof. Heyde hat sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt und Prof. Ruchholtz mit dem Thema Nachwuchsförderung.

„Meinen Fokus habe ich auf das Thema ‚Ökologisch nachhaltigere Patientenversorgung‘ gesetzt, denn der Gesundheitssektor zählt zu den größten Verursachern von CO2. Alle reden zwar über Klimaschutz – im Medizinsektor ist das Thema jedoch noch nicht richtig angekommen. Daher plädiere ich für konkrete Maßnahmen zum Erreichen der Klimaschutzziele“, erklärt Prof. Rudert. „Eine große Herausforderung bildet der CO2-Ausstoß durch Operationen. Eine aktuelle Untersuchung unserer Klinik zeigt, dass der größte Anteil mit 47 Prozent auf den laufenden OP-Betrieb zurückgeht. So fallen für eine Hüftprothese 78,9 kg CO2 an. Bei jährlich 233.500 Hüftprothesen in Deutschland entstehen so etwa 18.400 Tonnen CO2 – so viel erzeugen 7.000 Haushalte pro Jahr“, macht Prof. Rudert deutlich. „Eine Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck von Operationen deutlich zu verringern, wäre zum Beispiel die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien.“

Die Diskussionsrunde zum Thema „Ökologisch nachhaltigere Patientenversorgung“ war während des Kongresses nur eine Veranstaltung von insgesamt mehr als 30 Beiträgen bzw. Vorträgen, die Mitarbeitende der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus während der vier Kongresstage gehalten haben – vier Tage mit insgesamt rund 260 Veranstaltungen, darunter Vorträge und Diskussionspanels, Science Slams und Live-Operationen.

„Eine überaus spannende und unvergesslich erlebnisreiche Zeit“, resümiert Prof. Maximilian Rudert. „Wir konnten einmal mehr zeigen: Hinter dem Erfolg der Deutschen Orthopädie und Unfallchirurgie stehen Menschen, die ihr ganzes Wissen, ihre Energie und ihre Begeisterung tatkräftig Tag für Tag im OP, auf den Stationen, in den Sprechstunden, in Forschung und Lehre einbringen und ihrer Profession widmen: der Gesundheit ihrer Mitmenschen. Wir geben jeden Tag 100 Prozent und mehr für unsere Patientinnen und Patienten. Dabei stellen wir auch etablierte Behandlungsmethoden auf den Prüfstand: Wir gehen also fortlaufend neue Wege, um die Medizin weiterzuentwickeln und Fortschritte zu erzielen.“

Und nach dem Motto: „Nach dem Kongress ist vor dem Kongress“ führt die nächste Dienstreise Prof. Maximilian Rudert nach China: Aus China, einem der Gastländer des DKOU 2023, hat die deutsche Delegation rund um Prof. Rudert die Einladung zum Kongress der Chinese Orthopaedic Association in Xi'an erreicht. Deutschland hat also im Gegenzug beim größten Kongress für Orthopäden und Unfallchirurgen weltweit die Ehre erhalten, das zweite Mal als Gastnation vertreten zu sein. Dies ist ein Novum in der Geschichte der Chinese Orthopaedic Association.

Pressemitteilung Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus mit Lehrstuhl für Orthopädie der Universität 14.11.2023

Nachhaltigkeit auf dem Stundenplan: 212 Auszubildende des UKW pflanzen Elsbeeren

212 Auszubildende des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) haben heute (13. November 2023) unter dem Motto „Azubis gestalten Zukunft – Nachhaltigkeit von Anfang an“ 250 Bäume im Steigerwald gepflanzt.

Zwei Auszubildende pflanzen einen Laubbaum ein. Ein Mitarbeiter des Forstbetriebs Ebrach leitet sie an.
Zwei Auszubildende des UKW pflanzen unter fachkundiger Anleitung eines Mitarbeiter des Forstbetriebs Elbrach (Mitte) Elsbeeren. © Annika Wolf / UKW

Würzburg. Wald statt Klinik, Outdoor-Outfit statt Dienstkleidung – für 212 Auszubildende des UKW fand heute (13. November 2023), erstmalig eine gemeinsame Exkursion zum Thema Nachhaltigkeit statt. Von Würzburg ging es in den Steigerwald. „Mit dieser Aktion leisten unsere neuen Auszubildenden bereits in ihren ersten Monaten am UKW einen gemeinsamen Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Corinna Link, Mitarbeiterin in der HR-Entwicklung des UKW und Organisatorin der Baumpflanzaktion. 
Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsmitglied des UKW, unterstützt die Initiative: „Die Baumpflanzaktion ist ein greifbares Beispiel für aktiven Umweltschutz in unserer Region und ein wichtiges Signal, um das Bewusstsein für das Zukunftsthema Nachhaltigkeit zu stärken. Wir freuen uns über das tolle Engagement unserer Azubis und der Ausbilderinnen und Ausbilder“.

Fachkundige Unterstützung beim Pflanzen der Elsbeere

Unter Anleitung des Forstbetriebs Ebrach pflanzten die Auszubildenden 250 vom UKW finanzierte Elsbeeren. Der einheimische Laubbaum hat eine hohe ökologische Bedeutung für den Steigerwald und kommt vergleichsweise gut mit Wärme zurecht. Das tiefe Wurzelwerk lockert den Boden auf, das Laub verrottet rasch und verbessert so den Waldboden, die Elsbeerblüten ziehen Insekten an und die Früchte bieten im Herbst Nahrung für viele Vogelarten.
Anschließend erhielten die Auszubildenden eine waldpädagogische Führung. Das Team des Steigerwaldzentrums informierte über das Zentrum, die Waldbewirtschaftung sowie das Trittsteinkonzept und zeigte die Waldklimastation.

14 Ausbildungsberufe beteiligen sich an Aktion

An der Exkursion nahmen Auszubildende aus 14 Ausbildungsberufen des UKW teil, darunter Diätassistentinnen und -assistenten, Pflegefachfrauen und -männer, Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten, Kaufleute im Gesundheitswesen, Fachinformatikerinnen und -informatiker für Systemintegration und Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Sie starteten im September und Oktober 2023 ihre Ausbildung am unterfränkischen Klinikum.

Informationen zu den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten am UKW sind hier nachzulesen.
 

Großzügige Unterstützung für Endometriose-Crashkurs

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp fördert ein neues Endometriose-Schulungsprojekt der Würzburger Universitäts-Frauenklinik mit einer 10.000-Euro-Spende. Der geplante Crashkurs soll niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen Wege zur richtigen Diagnose und Behandlung der verbreiteten Erkrankung aufzeigen.

Scheckübergabe 10.000 € für Endometriose-Schulungsprojekt
Bei der Scheckübergabe (von links): Dr. Gunther Schunk, Erhard Frank, Catharina Kipping (alle Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Isabelle Rosenow (Vogel Communications Group) sowie Dr. Saskia-Laureen Herbert, Dr. Anastasia Altides und Prof. Dr. Achim Wöckel (alle Uniklinikum Würzburg). Bild: UKW / Susanne Just

 

Bei der Endometriose wachsen gebärmutterschleimhautähnliche Zellverbände außerhalb der Gebärmutterhöhle, also zum Beispiel im Scheidenbereich, im Bauchfell, in den Eierstöcken oder in der Darmwand.

„Je nach Lokalisation und Einzelfall kann dies zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen, was die richtige Diagnosestellung oft zu einer Herausforderung macht“, weiß Dr. Anastasia Altides. Die Leiterin des zertifizierten Endometriosezentrums des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Um hier den niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten im ambulanten Setting aufzuzeigen, planen wir, im kommenden Jahr einen entsprechenden Crashkurs anzubieten.“

Damit das Vorhaben auch tatsächlich Wirklichkeit werden kann, überreichte die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp den Projektverantwortlichen des UKW Anfang November dieses Jahres eine Spende über 10.000 Euro.
„Wie wir erfahren haben, ist etwa jede zehnte Frau in Deutschland von Endometriose betroffen. Der Kurs wird also dazu beitragen, dass wirklich vielen Frauen ein unnötig langer Leidensweg erspart bleibt. Damit ist das Geld aus unserer Sicht sehr gut investiert“, kommentierte Catharina Kipping, Referentin der Stiftung, bei der symbolischen Scheckübergabe am Klinikum.
 

Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Würzburger Universitäts-Frauenklinik, bedankte sich – gerade auch im Namen der Betroffenen – herzlich für die großzügige Unterstützung.