Aktuelle Pressemitteilungen

Starkes Kinderprogramm am Buß- und Bettag

Wie schon in den vergangenen Jahren gestaltete das Uniklinikum Würzburg auch den schulfreien Buß- und Bettag 2025 als Kindermitbringtag. Der Nachwuchs der Klinikumsbeschäftigten erlebte abwechslungs- und lehrreiche Stunden zum Thema „Ich bin stark“.

Das Bild wurde von oben runter auf eine Schar von Kindern fotografiert, die auf einem runden gelben Teppich mit roten Zacken stehen. Im Hintergrund der Kinder stehen der Ärztliche Direktor und zwei Resilienztrainerinnen.
Die Kinder von UKW-Beschäftigten zusammen mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Tim J. von Oertzen und den beiden Resilienztrainerinnen Gabi Berwian und Andrea Ziller (hinten, von links). © Michelle Hawks / UKW

Würzburg. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) wandelte den für viele berufstätige Eltern organisatorisch oft schwierigen, weil schulfreien Buß- und Bettag am 19. November dieses Jahres wieder in einen fröhlich-spannenden Kindermitbringtag für seine Beschäftigten um. Im Grombühler Stadtteilzentrum, dem Felix-Fechenbach-Haus, hatten die 50 Kinder im Grundschulalter eine abwechslungs- und lehrreiche Zeit. 

Nach der herzlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, den Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des UKW, starteten alle mit einem gemeinsamen Frühstück. Begleitet von den Selbstbehauptungs- und Resilienztrainerinnen Gabi Berwian und Andrea Ziller lernten die Mädchen und Jungen anschließend unter dem diesjährigen Tagesmotto „Ich bin stark“ auf spielerische Weise, wie sie mehr Selbstvertrauen gewinnen, Grenzen setzen sowie achtsam mit sich und anderen umgehen können. Auch Themen wie Mut, Gefühle und Empathie standen im Mittelpunkt. 

„Der Kindermitbringtag ist seit sieben Jahren fest im Uniklinikum Würzburg verankert und steht jedes Jahr unter einem neuen Leitthema. In diesem Jahr lag unser Fokus darauf, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und sie für herausfordernde Alltagssituationen zu rüsten“, erläutert Bettina Steinmetz, die Leiterin des Geschäftsbereichs „Personal“ am UKW.

Zum Abschluss erhielten alle eine Urkunde für ihre Teilnahme. Die Veranstaltung hinterließ viele strahlende Gesichter.

Text: Pressestelle / UKW
 

Das Bild wurde von oben runter auf eine Schar von Kindern fotografiert, die auf einem runden gelben Teppich mit roten Zacken stehen. Im Hintergrund der Kinder stehen der Ärztliche Direktor und zwei Resilienztrainerinnen.
Die Kinder von UKW-Beschäftigten zusammen mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Tim J. von Oertzen und den beiden Resilienztrainerinnen Gabi Berwian und Andrea Ziller (hinten, von links). © Michelle Hawks / UKW

Neues Graduiertenkolleg „Thrombo-Inflame“ für die Universitätsmedizin Würzburg

5,48 MILLIONEN EURO FÜR FORSCHUNG ZU ENTZÜNDLICHEN PROZESSEN, DIE VON BLUTPLÄTTCHEN AUSGEHEN

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einem interdisziplinären Team des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), der Julius-Maximilians-Universität (JMU) und des Rudolf-Virchow-Zentrums (RVZ) unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Nieswandt das neue Graduiertenkolleg (GRK) 3190 „Thrombo-Inflame“ bewilligt. Für die Universitätsmedizin Würzburg bedeutet dies eine nachhaltige Stärkung der Forschung zu Entzündungsprozessen, die durch Blutplättchen und ihre Vorläuferzellen, die Megakaryozyten, gesteuert werden. Gleichzeitig wird der wissenschaftliche Nachwuchs im Rahmen eines strukturierten Promotionsprogramms gezielt gefördert.

 

Die Collage zeigt die Forschenden auf einer Treppe, vorne sind vier freigestellte Personen eingefügt und das Logo des Graduiertenkollegs.
Team Thrombo-Inflame, v.l.n.r.: Anna Frey, Zoltan Nagy, Sarah Beck, Markus Bender, Tamara Girbl, Harald Schulze, Katrin Heinze, David Stegner, Bernhard Nieswandt sowie vorne Georg Gasteiger, Michael Schuhmann und Alma Zernecke-Madsen. © Anna Wenzl / UKW (die vier vorderen Personen wurden nachträglich eingefügt)

Würzburg. Die komplexe Entstehung Reifung und vielfältigen Funktionen von Blutplättchen, den so genannten Thrombozyten, stehen am Uniklinikum Würzburg (UKW) seit langem im Zentrum verschiedener Forschungsdisziplinen. Neben ihrer zentralen Rolle in der Blutstillung tragen sie auch zu Thrombosen, Infarkten und Organschäden bei. Ein zunehmend relevantes Forschungsfeld ist die sogenannte „Thrombo-Inflammation“ – entzündliche Prozesse, die durch aktivierte Thrombozyten vermittelt werden. Der Begriff „Thrombo-Inflammation“ wurde maßgeblich in Würzburg geprägt, wo seit Jahren intensiv in interdisziplinären Teams an den zugrundeliegenden Mechanismen und der therapeutischen Relevanz geforscht wird. Mit dem neuen Graduiertenkolleg 3190 erhält das Forschungsgebiet nun zusätzliche Sichtbarkeit und eine strukturierte Nachwuchsförderung.

Bis zu 33 Promotionen in den kommenden neun Jahren, verteilt auf acht Projekte 

Im Mai 2026 werden zunächst elf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in insgesamt acht Projekten zur Thrombo-Inflammation die Möglichkeit haben, zu promovieren. Drei Jahre später wird eine zweite Kohorte mit wiederum elf Doktorandinnen und Doktoranden folgen. Bei erfolgreicher Verlängerung können innerhalb von neun Jahren insgesamt bis zu 33 Nachwuchstalente im Rahmen des GRK ihre Promotion absolvieren. 

„Wir möchten eine neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausbilden, die die Mechanismen der Thrombo-Inflammation aufdecken und molekulare Angriffspunkte für therapeutische Eingriffe identifizieren“, erklärt Prof. Dr. Bernhardt Nieswandt, Sprecher des GRK. 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das strukturierte Qualifizierungskonzept im Bereich Thrombo-Inflammation mit zunächst 5,477 Mio Euro. Insgesamt hat die DFG elf neue GRKs zur weiteren Stärkung früher wissenschaftlicher Karrierestufen im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms eingerichtet. Neben dem neuen GRK 3190 wird an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) das Graduiertenkolleg GRK 2660 „Neuronale Mechanismen von (mal)adaptiven Annäherungs- und Vermeidungsverhalten“ verlängert (siehe Pressemeldung). 

Ideale Voraussetzungen in Würzburg

Bernhard Nieswandt, Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Biomedizin I am UKW und Gruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum (RVZ) der JMU, wurde für seine Forschung zu einem bislang unbekannten Mechanismus in Thrombozyten im Jahr 2024 mit einem ERC (European Research Council) Advanced Grant in Höhe von 2,5 Millionen Euro ausgezeichnet (siehe Pressemeldung). „Mit dem ERC Grant und dem neuen Graduiertenkolleg ist Würzburg weiterhin international ganz vorne dabei“, freut sich Bernhard Nieswandt. „Der Campus Würzburg bietet mit seiner langen Tradition in der kardiovaskulären und zerebrovaskulären Forschung ideale Rahmenbedingungen. Die breite und komplementäre Expertise der beteiligten Gruppen garantiert eine exzellente, multidisziplinäre Ausbildung von Promovierenden in einem wachstumsstarken Forschungsfeld.“ 

Auch der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Frosch, begrüßt die Förderung: „Die im internationalen Vergleich herausragende Thrombozyten-Forschung in Würzburg wird das Profil der Medizinischen Fakultät noch über Jahre hinaus prägen. Mit dem neuen Graduiertenkolleg erfährt dieser Bereich eine exzellente Verstärkung.“ So spielt die Thrombo-Inflammation bei einer stetig wachsenden Zahl von Krankheitsgeschehen wie Schlaganfall, Blutvergiftung (Sepsis) oder akutem Lungenversagen (ARDS) eine Rolle.

Wissenschaftliches Profil und Ausbildungsstruktur

Zentraler Gedanke des GRK ist, dass die Fähigkeit von Blutplättchen zur Auslösung entzündlicher Prozesse wesentlich von ihren Adhäsionsrezeptoren und zugehörigen Signalwegen abhängt. In acht Projekten – von der molekularen Grundlagenforschung bis zu translationalen Humanstudien – untersucht das GRK diese Mechanismen sowie die Rolle von Thrombozyten. Das Team beinhaltet dabei Gruppen aus Experimenteller Biomedizin, Neurologie, Kardiologie und Intensivmedizin sowie Bildgebung und Datenmanagement. „Wir werden uns mit Krankheiten beschäftigen, die typischerweise mit Thrombo-Inflammation einhergehen. Und wir werden untersuchen, wie die Blutgefäße unter diesen Bedingungen durch Blutplättchen intakt gehalten werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Reifung und dem Altern von Blutplättchen im Kontext thrombo-inflammatorischer Erkrankungen. Darüber hinaus werden wir analysieren, wie Blutplättchen mit Immunzellen und Zellen der Blutgefäßwände interagieren und so Krankheitsprozesse steuern“, erläutert Bernhard Nieswandt die Schwerpunkte. 

Um neue Ansätze für die Diagnose und Therapie von thrombo-inflammatorischen Erkrankungen zu entwickeln, kommen modernste Methoden, darunter in vivo-Modelle, Einzelzell-Analysen, experimentelle Therapeutika, Mikroskopie sowie KI-gestützte Bild- und Datenanalytik zum Einsatz. 

Strukturiertes Qualifizierungsprogramm mit internationaler Anschlussfähigkeit 

Promovierende entwickeln mit ihrem Thesis-Komitee einen individuellen Forschungs- und Trainingsplan: Das flexible und modulare Ausbildungsprogramm unter dem Dach der Graduate School of Life Sciences (GSLS) der JMU vermittelt neben fachlicher Exzellenz auch Soft Skills und interdisziplinare Kompetenzen. „Unsere Promotionsstudierenden erwerben bei uns eine besondere Qualifikation – sowohl für die akademische Forschung, als auch für Positionen in der pharmazeutischen Industrie“, betont Prof. Dr. Katrin Heinze, Vize-Dekanin der GSLS und Leiterin des Lehrstuhls für Molekulare Mikroskopie. Die Physikerin betreut insgesamt zwei Projekte im neuen GRK.

„Wer mit Leidenschaft zur Rolle von Thrombozyten forscht, dem stehen später viele Türen offen – unsere Absolventinnen und Absolventen sind national wie international gefragt.“, versichert Bernhard Nieswandt. 

Am GRK 3190 beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (alphabetische Reihenfolge)

  • Dr. Sarah Beck, Experimentelle Hämostaseologie (UKW/RVZ)
  • Prof. Dr. Markus Bender, Thrombozytenbiologie und Hämatopoese (Blutbildung) (UKW/RVZ)
  • Prof. Dr. Anna Frey, Immunkardiologie (UKW)
  • Prof. Dr. Georg Gasteiger, Systemimmunologie (JMU)
  • Dr. Tamara Girbl-Huemer, Vaskuläre Immunologie (JMU/RVZ)
  • Prof. Dr. Katrin Heinze, Bio-Imaging und Data Science (JMU/RVZ)
  • Dr. Zoltan Nagy, Zellbiologie und Blutbildung (UKW/RVZ)
  • Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Kardiovaskuläre Zellbiologie (UKW/RVZ)
  • Prof. Dr. Michael Schuhmann, Neuroimmunologie (UKW)
  • Prof. Dr. Harald Schulze, Experimentelle Hämostaseologie (UKW/RVZ)
  • Prof. Dr. David Stegner, Thrombozytenbiologie und Bio-Imaging (JMU/RVZ)
  • Prof. Dr. Alma Zernecke-Madsen, Immunologie und vaskuläre Biologie (UKW) 
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Hintergrund: Graduiertenkollegs der DFG

Graduiertenkollegs (GRKs) sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung von Forscherinnen und Forschern in frühen Karrierephasen, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Das Forschungsprogramm hat den Anspruch einer hohen wissenschaftlichen Qualität und Originalität auf internationalem Niveau; eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Das Studienprogramm ist unmittelbar auf das Forschungsprogramm bezogen, mit innovativen Lehr- und Betreuungselementen, die über die üblicherweise im Promotionsstudium gebotenen Veranstaltungen deutlich hinausgehen sollten. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

Die Collage zeigt die Forschenden auf einer Treppe, vorne sind vier freigestellte Personen eingefügt und das Logo des Graduiertenkollegs.
Team Thrombo-Inflame, v.l.n.r.: Anna Frey, Zoltan Nagy, Sarah Beck, Markus Bender, Tamara Girbl, Harald Schulze, Katrin Heinze, David Stegner, Bernhard Nieswandt sowie vorne Georg Gasteiger, Michael Schuhmann und Alma Zernecke-Madsen. © Anna Wenzl / UKW (die vier vorderen Personen wurden nachträglich eingefügt)

Hoffnung auf Heilung bei Krebs – BZKF-Studienregister bündelt rund 1.000 Studien

Krebspatientinnen und Krebspatienten finden online Zugang zu innovativen Therapien und unterstützenden Angeboten – gezielt und wohnortnah

Erlangen, 27.11.2025 Wenn eine Krebsdiagnose das Leben auf den Kopf stellt, beginnt für viele Betroffene ein oft langer Weg durch Behandlungen, Unsicherheit und Fragen. Neben der regulären Therapie bieten klinische Studien eine wichtige Chance: Sie ermöglichen den Zugang zu neuen, vielversprechenden Behandlungsmöglichkeiten – oft schon Jahre bevor sie flächendeckend verfügbar sind. Damit Patientinnen und Patienten in Bayern leichter den Weg zu solchen Studien finden, hat das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) ein zentrales Studienregister für Bayern aufgebaut. Seit dem Start im November 2022 wächst das Angebot stetig – inzwischen sind rund 1.000 klinisch-onkologische Studien erfasst und für alle Interessierte über die Webseite studien.bzkf.de  zugänglich. Um den Zugang zu diesen Studien für Patientinnen und Patienten sowie den Ärztinnen und Ärzten zu ermöglichen, sind mehr als 1.700 Kontaktinformationen zu den aktuell rekrutierenden Studien im BZKF-Studienregister hinterlegt.

Orientierung in einer schwierigen Zeit

Wissenschaftsminister Markus Blume betonte zum Startschuss des Projekts im Jahr 2022 die Bedeutung des Studienregisters als „Navigator“ für Betroffene. Das Studienregister dient als eine wertvolle Orientierungshilfe in einer oft belastenden Lebensphase. Über das Studienregister lassen sich die Studien gezielt nach Erkrankung, Wohnort oder Behandlungsart filtern – einfach und übersichtlich. Wer in eine Studie aufgenommen werden möchte, kann sich vorab über Voraussetzungen informieren und erfährt, an welchen Kliniken die jeweilige Studie durchgeführt wird.

Hoffnung durch Krebsforschung

„Ob neue Medikamente, Hilfen gegen Nebenwirkungen oder psychologische Unterstützung – hinter jeder Studie steckt ein möglicher Fortschritt. Studien können für Patientinnen und Patienten echte Chancen bedeuten. Wer bei der Suche nach passenden Studien unsicher ist, sollte das Behandlungsteam um Hilfe bitten – denn auch Ärztinnen und Ärzte sind gefragt, solche Informationen aktiv zu nutzen und weiterzugeben“, sagt Prof. Dr. Claus Belka, stellvertretender BZKF-Direktor und Direktor der Klinik für Strahlentherapie am LMU Klinikum München.

Frühe Klinische Studieneinheit für Bayern

„Die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien gründet auf innovativer präklinischer Forschung und klinischer Prüfung. Hierbei spielen die Early Clinical Trial Units (ECTU) des BZKF eine entscheidende Rolle, indem sie eine sichere Anwendung der experimentellen Krebsbehandlung ermöglichen. Das BZKF-Studienregister bietet eine klare und verständliche Übersicht über die verschiedenen Studien.“, erklärt Dr. Maria-Elisabeth Goebeler, Leitende Oberärztin des Interdisziplinären Studienzentrums mit ECTU.

Jetzt informieren

Das Studienregister unter studien.bzkf.de soll Betroffenen neue Perspektiven aufzeigen. Sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt oder nutzen Sie den Service des BürgerTelefonKrebs unter der kosten-freien Telefonnummer 0800 85 100 80 um Fragen bezüglich einer Krebserkrankung zu stellen. Bei Fragen zu klinischen Studien können Sie das Team der ECTU per E-Mail über BZKF_ECTU_Koordination@ ukw.de erreichen.

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Mit der Gründung des BZKF im November 2019 wird das Ziel verfolgt, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, ganz unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird die Krebsforschung gefördert und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt. Neben der Entwicklung neuer Therapieverfahren gegen Krebs ist das BZKF auch An-laufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger. Das BürgerTelefonKrebs bietet unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen.

Flyer zum Download

Pressemitteilung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) vom 27.11.2025

 

Doppelt genäht hält besser: Spezieller „Doppel-Flicken“ verschließt Loch im Herz

„Ich fühlte mich total erschöpft, alles war anstrengend, selbst wenige Schritte. Ich war einfach total platt.“

Björn Gerer (r.) und Herzspezialistin Prof. Dr. Gloria Färber bei seinem Aufenthalt am UKW in diesem Sommer. Inzwischen geht er regelmäßig zum Rehasport und hofft, im kommenden Jahr wieder in seinen Beruf zurückzukehren. Foto: UKW / Stefan Dreising
Björn Gerer (r.) und Herzspezialistin Prof. Dr. Gloria Färber bei seinem Aufenthalt am UKW in diesem Sommer. Inzwischen geht er regelmäßig zum Rehasport und hofft, im kommenden Jahr wieder in seinen Beruf zurückzukehren. Foto: UKW / Stefan Dreising

Würzburg. Eigentlich hat Björn Gerer Freude an der Gartenarbeit zuhause, doch an diesem Samstag war das anders: „Ich fühlte mich total erschöpft, alles war anstrengend, selbst wenige Schritte. Ich war einfach total platt.“ An einen Herzinfarkt dachte der 56-Jährige aus Boxberg im Main-Tauber-Kreis zunächst nicht in diesem Frühjahr. Er hatte keine speziellen Schmerzen in der Brust. Zwei Tage später brachte ihn seine Frau ins Krankenhaus. Dort dann die Diagnose: Herzinfarkt mit Einriss der Herztrennwand, im Fachbegriff Septum. In seiner Herztrennwand, welche die linke und rechte Herzkammer trennt, war ein etwa zwei Zentimeter großes Loch. Damit fließt das Blut nicht wie sonst von der linken Herzkammer in den Körperkreislauf, sondern läuft fälschlicherweise zurück und es kommt zum Rückstau. Eine lebensbedrohliche Situation, Björn Gerer wurde dann notfallmäßig in das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) verlegt.

Ein solcher Verlauf ist absolut kritisch, erklärt Prof. Dr. Gloria Färber, Direktorin der Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie am UKW. „Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einer Unterbrechung der Blutversorgung im Herzmuskel. Durch die fehlende Versorgung mit Blut und Sauerstoff stirbt das Gewebe ab und kann einreißen.“ So war es bei Björn Gerer. In einer aufwändigen mehrstündigen Operation konnten Prof. Färber und ihr Team das Loch durch einen sogenannten „Doppelpatch“ verschließen. Die Herzspezialistin erklärt: „Vereinfacht dargestellt ist das wie ein Flicken, der auf ein Loch in der Kleidung genäht wird. Allerdings ist beim Herzinfarkt das geschädigte Gewebe so fragil, dass wir sicherheitshalber zwei Flicken einnähen: Einen kleineren, der das Loch primär verschließt und einen zweiten größeren, der die Spannungen, die auf der ersten Nahtreihe lastet, reduziert. Damit schaffen wir eine stabilere Abdichtung - doppelt genäht hält besser.“ 

Enge Zusammenarbeit

Bei solch einem komplexen Krankheitsbild sind viele Bereiche und Berufsgruppen an der Patientenversorgung beteilig, die eng zusammenarbeiten. Es ist ein Hand-in-Hand von Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie, Perfusionisten, Intensivmedizin und Pflege. „Ich kann mich bei allen Beteiligten nur bedanken, auch wenn ich natürlich in der Zeit nach der Operation nicht viel mitbekommen habe“, so Björn Gerer, der im August schließlich seine Reha-Maßnahme antreten konnte. Jetzt, im November 2025, geht er regelmäßig zum Rehasport, um wieder seine volle Belastbarkeit zu erreichen: „Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr wieder in den Beruf zurückkehren kann. Das ist mein festes Ziel.“ Ein weiteres Ziel für ihn: Er will dann auch wieder mit seiner Gitarre auf der Bühne stehen, gemeinsam mit seiner Hardrock- und Heavy Metal-Coverband „Edelstahl“, um Songs von Bands wie Iron Maiden oder Metallica zu spielen. Gerer: „Auch dazu muss ich aber noch die nötige Fitness wieder bekommen. Aber das wird klappen!“

Für Prof. Färber ist vor allem eines wichtig: „Ein Herzinfarkt geht nicht immer mit den typischen Beschwerden wie Engegefühl im Brustkorb und ausstrahlenden Schmerzen einher. Abgeschlagenheit oder eine Minderung der Leistungsfähigkeit ohne erkennbaren Grund können auch ein Anzeichen sein. Bei Frauen zeigen sich beispielsweise Symptome häufiger in atypischer Form.“ In solchen Fällen ist eine umgehende abklärende Untersuchung anzuraten, um die Symptome ernst zu nehmen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.

Risiken können minimiert werden

Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung erleiden über 300.000 Menschen in Deutschland jährlich einen Herzinfarkt. Herzinfarkte und deren Komplikationen gehören nicht nur zu den führenden Todesursachen, sondern auch zu den Hauptdiagnosen, die zu einem Kranhausaufenthalt führen. Durch eine gesunde Lebensweise mit ausreichender Bewegung, ausgewogener Ernährung und einem regelmäßigen Blick auf den Blutdruck sowie Blutwerte können Risikofaktoren minimiert werden. Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder Gefäßverengungen früh zu erkennen und zu behandeln sowie die Prognose zu verbessern.

Björn Gerer (r.) und Herzspezialistin Prof. Dr. Gloria Färber bei seinem Aufenthalt am UKW in diesem Sommer. Inzwischen geht er regelmäßig zum Rehasport und hofft, im kommenden Jahr wieder in seinen Beruf zurückzukehren. Foto: UKW / Stefan Dreising
Björn Gerer (r.) und Herzspezialistin Prof. Dr. Gloria Färber bei seinem Aufenthalt am UKW in diesem Sommer. Inzwischen geht er regelmäßig zum Rehasport und hofft, im kommenden Jahr wieder in seinen Beruf zurückzukehren. Foto: UKW / Stefan Dreising

Multinationaler Austausch zur besseren Diagnostik bei Seltenen Erkrankungen

Im November dieses Jahres tauschten sich Fachleute aus Lettland, Österreich und Rumänien mit Expertinnen und Experten des Würzburger Zentrums für Seltene Erkrankungen aus. Ziel war es, die oft schwierige Diagnose von Seltenen Erkrankungen in den drei Gastländern zu verbessern.

Gruppenbild
Prof. Dr. Helge Hebestreit, der Leiter des ZESE Würzburg (rechts), mit den internationalen Gästen des JARDIN-Treffens (von links): Dr. Gita Taurina (Riga, Lettland), Prof. Dr. Till Voigtländer (Wien, Österreich, Koordinator des Projekts JARDIN), Prof. Dr. Ioana Streata (Craiova, Rumänien), Dr. Ursula Unterberger (Wien, Österreich) und Prof. Dr. Madaha Auzenbaha (Riga, Lettland). Bild: Alicja Kunikowska

Würzburg. Das EU-Projekt JARDIN ist eine gemeinsame Initiative der EU-Mitgliedstaaten mit dem Ziel, die europäischen Referenznetzwerke für Seltene Erkrankungen (ERN) besser in die nationalen Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten zu integrieren. Durch diese gemeinsame Aktion soll erreicht werden, dass die in den ERNs vorhandenen Kompetenzen zur spezialisierten Versorgung für Menschen mit Seltenen und hochkomplexen Erkrankungen besser zugänglich werden. 
In diesem Zusammenhang waren vom 12. bis 14. November 2025 fünf Fachleute aus Lettland, Österreich und Rumänien zu Gast am Zentrum für Seltene Erkrankungen – Referenzzentrum Nordbayern (ZESE) in Würzburg. Ihr Ziel war es, sich im Rahmen einer länderübergreifenden Partnerschaft – einem sogenannten Twinning Projekt – am ZESE Anregungen zu holen, wie Menschen mit unklarer Diagnose, aber dem Verdacht auf eine Seltene Erkrankung in ihren Heimatländern künftig noch besser versorgt werden können. 
Zusätzlich wurde bei den intensiven Gesprächen ein Pilotprojekt entwickelt, in welchem bei Seltenen Erkrankungen, die auf nationaler Ebene nicht genau zu klären sind, mit Hilfe europäischer Expertise doch eine Diagnose gefunden werden soll.

Über das ZESE

Das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte, interdisziplinäre Zentrum für Seltene Erkrankungen fungiert als eine zentrale Anlaufstelle für Anfragen von Betroffenen wie auch von Behandelnden. Bei bekannter Diagnose hilft es, die richtige Expertin, den richtigen Experten oder die passende Einrichtung zur Therapie der Erkrankung zu finden. Bei Patientinnen und Patienten mit unklarer Diagnose unterstützt das ZESE bei der weiteren Abklärung.

www.ukw.de/behandlungszentren/zentrum-fuer-seltene-erkrankungen-zese

Text: Pressestelle / UKW

 

Gruppenbild
Prof. Dr. Helge Hebestreit, der Leiter des ZESE Würzburg (rechts), mit den internationalen Gästen des JARDIN-Treffens (von links): Dr. Gita Taurina (Riga, Lettland), Prof. Dr. Till Voigtländer (Wien, Österreich, Koordinator des Projekts JARDIN), Prof. Dr. Ioana Streata (Craiova, Rumänien), Dr. Ursula Unterberger (Wien, Österreich) und Prof. Dr. Madaha Auzenbaha (Riga, Lettland). Bild: Alicja Kunikowska

Bechterew-Forschungspreis für Würzburger Rheumatologen

Privatdozent Dr. Patrick Pascal-Strunz von der Rheumatologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) erhielt am 22. November 2025 in Dresden von der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung den Forschungspreis für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandter Krankheiten (Spondyloarthritiden).

Der Gewinner und die Spenderin halten einen auf DinA2 ausgedruckten Scheck hoch, dahinter ein Rollup von der App Axia.
PD. Dr. med. Patrick-Pascal Strunz und Lisa-Marie Krause von der Firma AbbVie, die das Preisgeld stiftete © Eckard Bathe, DVMB
Gruppenbild mit Preisträger, Stifterin des Preises und Vorstandsmitglieder der DMB-Stiftung
Preisverleihung des Bechterew Forschungspreises in Dresden, von links nach rechts: Lisa-Marie Krause (AbbVie), Joachim Walzer (stellvertretender Vorsitzender der DMB-Stiftung), Peter Koncet (Vorstandsmitglied der DMB-Stiftung), Andreas Brodbeck (Vorsitzender der DMB-Stiftung), PD. Dr. med. Patrick-Pascal Strunz und PD. Dr. med. Heinrich Böhm (Ehrengast und Überreicher des Preises). © Eckard Bathe, DVMB

Würzburg. Der mit 7.500 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung (DMB-Stiftung) wird nur alle zwei bis drei Jahre ausgeschrieben, was ihn laut Privatdozent Dr. Patrick-Pascal Strunz noch ein bisschen besonderer macht. Der Rheumatologe des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist der diesjährige Preisträger des „Forschungspreises für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthritiden)“.

Axia-App motiviert zu mehr Bewegung – neben Medikamenten ein essentieller Baustein in der Therapie 

Patrick-Pascal Strunz erhielt den Forschungspreis für die „Entwicklung und klinische Erprobung einer Therapie-App für die axiale Spondyloarthritis“. Die axiale Spondyloarthritis (axSpA), auch Morbus Bechterew genannt, ist eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und der Iliosakralgelenke. Sie betrifft häufig junge Erwachsene und führt zu chronischen Rückenschmerzen. Gemeinsam mit dem von Würzburger Medizinstudenten gegründeten Start-up-Unternehmen Applimeda und der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) sowie Betroffenen entwickelte Strunz eine digitale Therapiehilfe für Menschen mit axSpA. Die App „Axia“ ergänzt die medikamentöse Behandlung sinnvoll, indem sie Patientinnen und Patienten aktiv in ihre Therapie einbindet und ihnen hilft, regelmäßige Bewegung – einen zentralen Baustein der Behandlung – leichter in den Alltag zu integrieren. Denn obwohl neben entzündungshemmenden Medikamenten konsequente Bewegung und Physiotherapie als essenziell gelten, werden sie im Alltag oft zu wenig umgesetzt.

„Die Auszeichnung mit dem Bechterew-Forschungspreis ist für mich eine große Ehre“, kommentiert Patrick-Pascal Strunz. „Es erfüllt mich mit Stolz, mich in die Reihe der bedeutenden deutschen Bechterew-Forscherinnen und -Forscher einreihen zu dürfen. Besonders freut mich, dass gerade ein Projekt gewürdigt wurde, an dem Betroffene und die Selbsthilfegruppe aktiv mitgearbeitet haben – und das zugleich einen spürbaren, direkten Nutzen für die Betroffenen bringt.“

Weniger Schmerz, mehr Lebensfreude – Axia App hilft bei axialer Spondyloarthritis

Die App bietet über 250 physiotherapeutisch angeleitete Übungen, darunter alltagsnahe Routinen, sowie ein motivierendes Belohnungssystem. Ergänzend dazu vermittelt sie in interaktiven Modulen medizinisches Wissen und stellt Funktionen wie einen Symptom- und Medikamententracker, eine Schrittzähleranbindung und Entspannungsübungen bereit. Erste Anwendungsstudien zeigten bereits eine deutliche Steigerung der Trainingshäufigkeit und viele Nutzerinnen und Nutzer berichteten über weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit. Diese positiven Eindrücke wurden durch eine deutschlandweite, randomisiert-kontrollierte Studie mit 200 Teilnehmenden bestätigt. Die zusätzlich zur Standardtherapie eingesetzte App führte zu signifikant stärkeren Verbesserungen bei Beschwerden, Beweglichkeit und Wohlbefinden als die alleinige medikamentöse Behandlung. Die Krankheitsaktivität (BASDAI) sank in der App-Gruppe deutlich stärker als in der Kontrollgruppe ohne App. Ebenso nahmen Funktionseinschränkungen (BASFI) und Beeinträchtigungen der Lebensqualität (ASQoL) spürbar ab. Den Betroffenen fielen danach viele Alltagsaktivitäten leichter und typische Symptome wie Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und Erschöpfung gingen merklich zurück. Auch nach den internationalen ASAS-Kriterien (Assessment of SpondyloArthritis International Society) zeigten sich klare Therapieerfolge: 51 Prozent der App-Nutzenden erreichten eine 20-prozentige Besserung (ASAS20) und 23 Prozent eine 40-prozentige Besserung (ASAS40). Dies sind deutlich mehr Personen als in der Kontrollgruppe. Dabei traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

Da die App die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung bereits erfüllt, hoffen das Entwicklerteam, die Klinik und alle weiteren Beteiligten und Betroffenen nun auf eine baldige Aufnahme von Axia als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) in die Regelversorgung.

Über den Forschungspreis der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung

Die Deutsche Morbus-Bechterew-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Erforschung von Morbus Bechterew und verwandten entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen, ihrer Ursachen und ihrer Behandlung zu fördern. Darüber hinaus möchte sie Betroffene und die Öffentlichkeit über die Forschungsergebnisse informieren. Zur Umsetzung dieser Ziele schreibt die DMB-Stiftung regelmäßig einen Forschungspreis aus. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein Kuratorium aus kompetenten Wissenschaftlern, die von der DMB-Stiftung berufen werden. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wurde bis zum Jahr 2020 von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) ausgeschrieben und wird alle zwei bis drei Jahre verliehen. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren namhafte deutschsprachige Ärztinnen und Ärzte im Bereich der SpA.

Der Gewinner und die Spenderin halten einen auf DinA2 ausgedruckten Scheck hoch, dahinter ein Rollup von der App Axia.
PD. Dr. med. Patrick-Pascal Strunz und Lisa-Marie Krause von der Firma AbbVie, die das Preisgeld stiftete © Eckard Bathe, DVMB
Gruppenbild mit Preisträger, Stifterin des Preises und Vorstandsmitglieder der DMB-Stiftung
Preisverleihung des Bechterew Forschungspreises in Dresden, von links nach rechts: Lisa-Marie Krause (AbbVie), Joachim Walzer (stellvertretender Vorsitzender der DMB-Stiftung), Peter Koncet (Vorstandsmitglied der DMB-Stiftung), Andreas Brodbeck (Vorsitzender der DMB-Stiftung), PD. Dr. med. Patrick-Pascal Strunz und PD. Dr. med. Heinrich Böhm (Ehrengast und Überreicher des Preises). © Eckard Bathe, DVMB

Lions Club Fulda spendet 10.000 Euro an die Stiftung „Forschung hilft“

Mitglieder des Lions Clubs Fulda nutzten den Rahmen der diesjährigen Förderpreisverleihung der Stiftung „Forschung hilft“ und überreichten einen Spendenscheck über 10.000 Euro. Die Stiftung fördert damit besonders aussichtsreiche Krebsforschungsprojekte am Uniklinikum Würzburg.

Übergabe Spendenscheck mit mehreren Vertretern Lions-Club
Bei der Spendenübergabe (von links): Marc Schäfer (Lions Club Fulda), Björn Steinacker (Pastpräsident Lions Club Fulda), Gabriele Nelkenstock (Vorsitzende des Stiftungsrates von „Forschung hilft“), Michael Engels (Präsident des Lions Club Fulda) und André Eydt (Vizepräsident des Lions Club Fulda). Bild: Daniel Peter

Würzburg/Fulda. Vier Vertreter des Lions Clubs Fulda kamen am 20. November dieses Jahres nach Würzburg, um an der feierlichen Förderpreisverleihung von „Forschung hilft“, der Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), teilzunehmen. Im Gepäck hatten sie einen Spendenscheck über 10.000 Euro. Zusammengekommen war die Summe beim diesjährigen Lions-Lauf. 

Würdigung der Stiftung, Dank an die Unterstützerinnen und Unterstützer

„Wie bereits unter meinem Vorgänger Björn Steinacker unterstützen wir auch in diesem Jahr sehr gerne das UKW als renommiertes Kompetenzzentrum der Krebsforschung. Es ist von immanenter Bedeutung, in der Onkologie durch hochkarätige wissenschaftliche Arbeit neue Erkenntnisse zu gewinnen, um darauf aufbauend innovative Therapiemethoden entwickeln zu können“, betonte Michael Engels, Präsident des Fuldaer Lions Clubs, bei der Spendenübergabe. Gemeinsam mit seinem Vizepräsidenten André Eydt und seinem Pastpräsidenten Björn Steinacker würdigte Engels die wertvolle Arbeit der Stiftung. Zudem dankte er den Mitgliedern des Lions Clubs für ihr Engagement sowie den mehr als 500 Teilnehmenden des Lions-Laufs und den 80 überwiegend regionalen Sponsoren, ohne deren Unterstützung diese Spende nach seinen Worten nicht möglich gewesen wäre.

Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Stiftungsrates von „Forschung hilft“, war begeistert: „Dadurch, dass Björn Steinacker Mitglied in unserem Stiftungsbeirat ist, waren und sind wir mit dem Lions Club Fulda auf beste Weise ‚personell‘ verbunden. Ich freue mich sehr, dass auch unter der neuen Präsidentschaft die so großzügige finanzielle Unterstützung fortgesetzt wird.“

Beitrag zu den nächsten Förderpreisgeldern

Bei der Förderpreisverleihung in der Veranstaltungs-Location „Maschinenhaus“ auf dem Würzburger Bürgerbräu-Gelände konnte sich die Delegation aus Fulda ein Bild davon machen, wofür „Forschung hilft“ die Spendengelder einsetzt: Bei dem Festakt wurden insgesamt fast 235.000 Euro an 21 Würzburger Krebsforschungsteams ausgeschüttet. Die seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2017 vergebene Gesamtfördersumme stieg damit auf rund 1,1 Millionen Euro an. „Der Scheck aus Fulda trägt dazu bei, dass wir auch im kommenden Jahr wieder viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den entscheidenden Momenten ihrer Projekte unterstützen können“, betonte Gabriele Nelkenstock. 

Wer die Stiftung „Forschung hilft“ (www.forschung-hilft.de) weiter voranbringen will, kann auf folgendes Konto spenden: 
Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken 
IBAN: DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU

Text: Pressestelle / UKW

Übergabe Spendenscheck mit mehreren Vertretern Lions-Club
Bei der Spendenübergabe (von links): Marc Schäfer (Lions Club Fulda), Björn Steinacker (Pastpräsident Lions Club Fulda), Gabriele Nelkenstock (Vorsitzende des Stiftungsrates von „Forschung hilft“), Michael Engels (Präsident des Lions Club Fulda) und André Eydt (Vizepräsident des Lions Club Fulda). Bild: Daniel Peter