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Erholung auf der Überholspur: Patient nach minimalinvasiver Entfernung der Harnblase bereits nach sieben Tagen wieder zuhause

Ein Interview mit Prof. Dr. Hubert Kübler und Privatdozent Dr. Charis Kalogirou vom UKW zu Blasenkrebs, minimalinvasive, robotergestützte Entfernung der Harnblase und Fast-Track-Behandlungskonzept

Patient steht zwischen seinen Ärzten in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin.
Der Patient kann heute nach sieben Tagen entlassen werden. V.l. Privatdozent Dr. Charis Kalogirou, Patient, Prof. Dr. Hubert Kübler. © Kim Sammet, UKW
Blick in den OP auf das OP-Team, das sich um den OP-Tisch reiht.
In der ‚Schlüssellochchirurgie‘ sind nur kleine Zugänge zur Bauchhöhle erforderlich, sodass Roboterarme präzise Bewegungen auf engstem Raum ermöglichen. © Kim Sammet, UKW

Würzburg. Ein urologisches Behandlungsteam des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) hat erstmals die Entfernung der Harnblase, eine der komplexesten urologischen Operationen, robotergestützt und minimalinvasiv durchgeführt. In Kombination mit dem Fast-Track-Behandlungskonzept konnte der 72-jährige Patient bereits nach sieben Tagen in sehr gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden.

Prof. Dr. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW und Privatdozent Dr. Charis Kalogirou, Leitender Oberarzt der Klinik, erläutern im Gespräch den Eingriff und die Besonderheiten der Behandlung.

Was ist Blasenkrebs und wie lief die Behandlung des Patienten ab?

Prof. Kübler: Blasenkrebs ist eine häufige Tumorerkrankung. Wird er früh erkannt, ist er in vielen Fällen gut behandelbar. Für die Therapie ist entscheidend, wie tief der Tumor in die Blasenwand eingewachsen ist und wie aggressiv er sich verhält. Dringt der Tumor bereits in die Muskelschicht ein oder breitet sich darüber hinaus aus, ist meist eine radikale Entfernung der Harnblase, eine sogenannte Zystektomie, notwendig. Dieser Eingriff zählt zu den umfangreichsten Operationen in der Urologie und kann mit relevanten Risiken wie Blutungen, Infektionen bis hin zu den Nieren und Wundheilungsstörungen verbunden sein. Zudem muss die Funktion der Harnblase als Urinspeicher- und Ausscheidungsorgan ersetzt werden.

PD Kalogirou: Unser Patient wurde am 20. März von unserem Team minimalinvasiv per Bauchspiegelung operiert. Dieses Verfahren wird häufig als ‚Schlüssellochchirurgie‘ bezeichnet, da nur kleine Zugänge zur Bauchhöhle erforderlich sind. Dabei steuere ich Roboterarme, die besonders präzise Bewegungen auch auf engstem Raum ermöglichen. In der rund fünfstündigen Operation entfernten wir seine Harnblase, Prostata und die Lymphknoten im kleinen Becken. Anschließend legten wir einen künstlichen Ausgang zur Urinableitung an. Dazu nutzten wir ein kleines Stück Dünndarm als Zwischenstück, um die Harnleiter mit der Bauchdecke zu verbinden. Der Urin fließt dann kontinuierlich in einen außen angebrachten Beutel ab. 

Nach dem Eingriff verbrachte der Patient zwei Tage auf der Überwachungsstation und konnte dann zügig auf die Allgemeinstation verlegt werden. Heute, am 27. März, wurde er in einem sehr guten Gesundheitszustand entlassen.

Prof. Kübler: Das endgültige pathologische Ergebnis zeigte, dass der Krebs auf die Harnblase beschränkt war und die Lymphknoten darüber hinaus nicht befallen waren – Folgetherapien wie beispielsweise eine Chemo- oder Immuntherapien können dem Patienten hierdurch erspart bleiben. Natürlich entbindet dies nicht von der regelmäßigen Nachsorge bei der behandelnden Urologin oder dem behandelnden Urologen. 

Wie lief die operative Entfernung der Harnblase bisher ab?

Prof. Kübler: Die Entfernung der Harnblase wurde bislang am UKW und vielerorts weiterhin offen, also über einen Bauchschnitt, durchgeführt. Diese Methode ist überaus bewährt, bedeutet für die Patientinnen und Patienten jedoch eine größere körperliche Belastung und einen stationären Aufenthalt von meist zwei bis drei Wochen, oft mit mehreren Tagen auf einer Überwachungsstation.

Welche Rolle spielt das Fast-Track-Konzept?

PD Kalogirou: Neben dem schonenden OP-Verfahren war das Fast-Track-Behandlungskonzept ein entscheidender Faktor für die schnelle Erholung. Dieser evidenzbasierte Ansatz zielt darauf ab, den Körper nach einer Operation schneller wieder ins Gleichgewicht zu bringen, postoperative Komplikationen zu minimieren und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst zügig wiederherzustellen. Beim Fast-Track-Konzept geht es nicht darum, schneller zu operieren oder Patientinnen und Patienten ‚durchzuschleusen‘., wie der Name vielleicht vermuten lässt. Vielmehr soll durch die Kombination mehrerer Einzelmaßnahmen und Expertisen erreicht werden, dass die Menschen nach einer Operation schneller wieder selbstständig werden und in ihr bisheriges Leben zurückkehren können.

Bestandteil des Fast-Track-Konzepts bei Blasenkrebs ist beispielsweise, die Magensonde innerhalb von 24 Stunden nach der Operation zu entfernen und auf eine künstliche Ernährung zu verzichten. Eine personalisierte Schmerz- und Physiotherapie soll ermöglichen, sich so früh wie möglich nach dem Eingriff wieder selbstständig bewegen zu können.

Prof. Kübler: Zur Umsetzung von Fast Track wurden in unserer Urologie zwei Fast-Track-Nurses ausgebildet. Sie bereiten die Patientinnen und Patienten bereits vor dem Eingriff intensiv vor, vermitteln Atemübungen, Bewegungsabläufe und Ernährungsempfehlungen und stehen ihnen auch nach der Entlassung zur Seite. Innerhalb von 30 Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt erfolgen zudem telefonische Rückrufe, um sich nach dem Befinden zu erkundigen und weitere Ratschläge zu geben. Das Fast-Track-Team arbeitet auch eng mit Fachbereichen wie Physiotherapie, Schmerztherapie, Ernährungsberatung und Sozialdienst zusammen.

Was ist perspektivisch bei der Behandlung von Blasenkrebs am UKW geplant?

Prof. Kübler: Perspektivisch planen wir, auch die Anlage einer sogenannten Ersatzblase aus Darm anzubieten. Diese wird direkt an die Harnröhre angeschlossen und ermöglicht es Betroffenen, wieder auf natürlichem Weg Wasser zu lassen.

Details: Weitere Informationen zu den Schwerpunkten der Urologie des UKW sowie die stationären und ambulanten Behandlungsangebote sind auf der Website der Klinik zu finden. Am UKW wird das Fast-Track-Konzept bislang in der Allgemeinchirurgie, der gynäkologischen Chirurgie und der Urologie angewandt.

Text: Annika Wolf/ UKW

Patient steht zwischen seinen Ärzten in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin.
Der Patient kann heute nach sieben Tagen entlassen werden. V.l. Privatdozent Dr. Charis Kalogirou, Patient, Prof. Dr. Hubert Kübler. © Kim Sammet, UKW
Blick in den OP auf das OP-Team, das sich um den OP-Tisch reiht.
In der ‚Schlüssellochchirurgie‘ sind nur kleine Zugänge zur Bauchhöhle erforderlich, sodass Roboterarme präzise Bewegungen auf engstem Raum ermöglichen. © Kim Sammet, UKW

Erneutes Gütesiegel für Kinderklinik und Kinderchirurgie

Die Kinderklinik und die Kinderchirurgie des Uniklinikums Würzburg erhielten kürzlich zum siebten Mal in Folge das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“. Das in zweijährigem Rhythmus vergebene Zertifikat bescheinigt hohe Qualitätsstandards bei der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

 

Prof. Dr. Thomas Meyer und Prof. Dr. Christoph Härtel freuen sich über das erneut verliehene Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“.
Prof. Dr. Thomas Meyer (links) und Prof. Dr. Christoph Härtel freuen sich über das erneut verliehene Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“. © Ricarda Gertner / UKW
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Würzburg. Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. vergeben zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie in zweijährigem Rhythmus das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“. Ende Februar dieses Jahres wurden die Zertifikate für die Periode 2026/2027 überreicht. Wie schon in den letzten sieben Gültigkeitsperioden sind die von Prof. Dr. Christoph Härtel geführte Kinderklinik und die von Prof. Dr. Thomas Meyer geleitete Abteilung für Kinderchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) wieder unter den damit geehrten Einrichtungen.
Die Bewertungskommission bestätigte erneut, dass die beiden Einrichtungen ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Dazu gehören nicht nur eine kontinuierliche fachärztliche Besetzung und ein speziell qualifiziertes Pflegeteam, sondern auch psychologische, sozialmedizinische, pädagogische und medizinisch-therapeutische Angebote. 

Ein Fokus der aktuellen Bewertungsrunde lag zudem auf der Stärkung der Kinderkrankenpflege. Einrichtungen, wie die Kinderklinik und die Abteilung für Kinderchirurgie des UKW, die aktiv Kinderkrankenpflegeausbildung betreiben und fördern, werden auf der Internetseite www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de durch einen blauen Stern hervorgehoben.

Gütesiegel als Orientierungshilfe für Eltern

Nach Angaben der Fachgesellschaften wünschen sich Eltern und Angehörige die bestmögliche stationäre Versorgung ihres kranken Kindes. Dabei sei das Gütesiegel eine hervorragende Orientierungshilfe bei der Suche nach einer Qualitäts-Kinderklinik.

Das leisten Kinderklinik und Kinderchirurgie am UKW

Die Würzburger Universitäts-Kinderklinik ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit dem gesamten Leistungsspektrum der Kinderheilkunde. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem Früh- und Neugeborenenmedizin (Level 1), Pädiatrische Intensivmedizin, Onkologie inklusive Stammzelltransplantation, Hämatologie, Pneumologie, Entzündungsmedizin einschließlich Immunologie, Infektiologie und Rheumatologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Neuro- und Sozialpädiatrie sowie weitere Spezialdisziplinen.

Die Kinderchirurgie am Zentrum für Operative Medizin (ZOM) des UKW bietet eine vollumfängliche kinderchirurgische Versorgung von der ersten Lebensminute bis zum vollendeten 16. Lebensjahr an. Schwerpunkte der Kinderchirurgie sind – neben der allgemeinen kinderchirurgischen Versorgung – die Neugeborenen- und Fehlbildungschirurgie, die Kinderurologie sowie die Kindertraumatologie.

Text: Pressestelle / UKW

 

Prof. Dr. Thomas Meyer und Prof. Dr. Christoph Härtel freuen sich über das erneut verliehene Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“.
Prof. Dr. Thomas Meyer (links) und Prof. Dr. Christoph Härtel freuen sich über das erneut verliehene Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“. © Ricarda Gertner / UKW
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COVID-19: Asthma-Therapie schwächt Impfantwort nicht

Vergleichbare Immunantwort bei Asthma-Patienten mit und ohne Antikörpertherapie

Die beiden Forschenden sitzen in weißen Kitteln im Labor vor einem Rechner und schauen in die Kamera.
Anna Broderdörp, Doktorandin in der AG Prelog, und der Laborleiter, Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar, teilen sich die Erstautorenschaft der im Journal of Asthma and Allergy publizierten Studie. © Martina Prelog / UKW
Die drei Forschenden sind im Labor, zwei sitzen, Martina Prelog steht, alle blicken in die Kamera, im Hintergrund ist ein Monitor, der die aktuelle Studie zeigt.
Doktorandin Anna Broderdörp (links), Prof. Dr. Martina Prelog und Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar von der Laborarbeitsgruppe „Pädiatrische Rheumatologie/Spezielle Immunologie” konnten zeigen, dass Asthma-Patientinnen und -Patienten auch unter einer Behandlung mit monoklonalen Antikörpern eine starke Immunantwort gegen SARS-CoV-2 entwickeln. © Gaby Haase / UKW

Eine neue Studie aus Würzburg in Kooperation mit Heidelberg zeigt, dass der Impfschutz trotz gezielter Eingriffe ins Immunsystem erhalten bleibt. Die Arbeitsgruppe um Martina Prelog konnte nachweisen, dass Asthma-Patientinnen und -Patienten auch unter einer Behandlung mit monoklonalen Antikörpern, sogenannten Biologika, eine starke Immunantwort gegen SARS-CoV-2 entwickeln.

Würzburg. Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Rund 300 Millionen Menschen sind betroffen, in Deutschland sind es etwa acht Millionen. Insbesondere Patientinnen und Patienten mit schwerem Asthma profitieren von modernen Therapien mit monoklonalen Antikörpern. Ähnlich wie natürliche Antikörper des Immunsystems können die im Labor hergestellten Eiweißstoffe, auch Biologika genannt, ganz gezielt bestimmte Strukturen im Körper erkennen und binden. Sie blockieren beispielsweise bestimmte Botenstoffe des Immunsystems wie die Zytokine IL-5, IL-4/IL-13 oder den Antikörper IgE, die bei allergischen oder entzündlichen Reaktionen eine zentrale Rolle spielen. Durch die Blockade dieser Botenstoffe werden schwere Asthmaanfälle reduziert, die Lungenfunktion stabilisiert und die Lebensqualität verbessert. 

Beeinträchtigt eine Biologika-Behandlung die Immunantwort auf mRNA-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2? 

Es wurde jedoch vermutet, dass diese Therapien die Abwehr gegen Virusinfektionen – wie SARS-CoV-2 – schwächen könnten, eben weil sie wichtige Immunreaktionen beeinflussen. Beeinträchtigt also eine Biologika-Behandlung die Immunantwort auf mRNA-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 oder auf frühere Infektionen mit diesem Virus? Dieser Frage ging die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Martina Prelog am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), in Kooperation mit Prof. Dr. Frederik Trinkmann, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, nach.

Um die Immunantwort nach einer COVID-19-Impfung bei Asthmapatientinnen und -patienten, die eine Antikörpertherapie erhalten, mit der Immunantwort bei Asthmapatientinnen und -patienten, die eine konventionelle Behandlung erhalten, zu vergleichen, untersuchten sie die Antikörper in Blut und Nasenschleimhaut auf Quantität und Qualität sowie die Aktivität von T-Zellen und B-Zellen. Die Ergebnisse ihrer Fallserie wurden im Journal of Asthma and Allergy veröffentlicht. 

Unveränderte Immunogenität von COVID-19-Impfstoffen bei Asthma unter Therapie mit monoklonalen Antikörpern

„Alle Patientengruppen – mit oder ohne monoklonale Antikörper – waren in der Lage, eine starke Immunantwort zu entwickeln.“ Dies ist laut Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar, Erstautor und Laborprojektleiter am UKW, die wichtigste Erkenntnis. „Alle Patientinnen und Patienten hatten eine vergleichbare Menge an IgA-Antikörpern im Blut.“ Antikörper des Typs Immunglobulin A (IgA) sind sogenannte dimere Antikörper, das heißt „Doppel-Antikörper“, die aus zwei verbundenen Einheiten bestehen. Dadurch können sie effizienter binden und schützen. Sie sind auch besonders wichtig für die Schleimhautabwehr. Die Impfung hat also bei allen eine entsprechende Immunantwort ausgelöst, bei der IgA-Antikörper gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gebildet wurden. „Auch die Stärke der Abwehr war insgesamt vergleichbar gut“, so Almanzar.

Unter Anti-IL-5 zeigte sich sogar eine starke Schleimhaut- und Zellantwort

An den Nasenschleimhäuten – der Eintrittspforte für Erreger und daher besonders wichtig für die erste Abwehr – wiesen Patientinnen und Patienten, die eine Anti-IL-5-Therapie erhielten, sogar mehr IgA-Antikörper auf. 

Die Immunzellen reagieren ebenfalls auf das Virus. „Die T-Helferzell-Antwort war bei allen Patientinnen und Patienten vergleichbar gut“, berichtet Anna Broderdörp, Doktorandin in der AG Prelog und weitere Erstautorin der Studie. Auch hier scheint die Anti-IL-5-Therapie keinen Nachteil zu haben, im Gegenteil: „Unter der Anti-IL-5-Therapie beobachteten wir sogar eine starke Aktivierung von CD8⁺-T-Zellen, die vor allem für die Beseitigung des Virus wichtig sind“, so Broderdörp. 

Impfung gegen das Corona-Virus kann aus immunologischer Sicht sicher empfohlen werden 

„Wir konnten also zeigen, dass auch bei einer Hemmung von Interleukin-5 mukosale Immunantworten vom IgA-Antikörpertyp gegen Spike sowie IgG-Immunantworten im Serum und zelluläre Reaktivität gegen das Spike-Protein entwickelt werden“, resümiert Martina Prelog. Das Fazit der Würzburger Immunologin und Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin: „Basierend auf diesen Daten kann die Impfung gegen SARS-CoV-2 aus der Perspektive der Immunogenitätsentwicklung empfohlen werden.“ Außerdem deuten Prelog zufolge die Ergebnisse im Analogieschluss darauf hin, dass auch andere mRNA-Impfstoffe, etwa gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), bei Patientinnen und Patienten mit Antikörpertherapie gegen IL-5 eine wirksame Immunantwort hervorrufen könnten. Dazu sind aber RSV-spezifische immunologische Untersuchungen notwendig. 

Wie geht es weiter? „Wünschenswert wären Studien, die zeigen, wie langlebig die Immunantwort bei Asthma-Patientinnen und -Patienten unter Antikörpertherapie ist und wie gut regelmäßige Auffrischungen wirken“, sagt Martina Prelog. „Besonders interessant wären Untersuchungen zur Breite der zellulären Immunantwort und zur Schutzwirkung der Antikörper gegen neue Virusvarianten.“ Kontrollierte Placebo-Studien hält sie für unethisch, da gerade diese Patientinnen und Patienten eine jährliche Auffrischung mit einem adaptierten COVID-19-Impfstoff benötigen und deshalb der Impfstoff nicht vorenthalten werden sollte. Gerade Impfungen gegen respiratorische Erreger tragen dazu bei, schwere Krankheitsverläufe bei Asthmapatienten oder Exazerbationen des Asthmas, also akute Verschlechterungsschübe, zu verhindern und zusätzliche Belastungen der Atemwege zu reduzieren.

Publikation: Almanzar G, Broderdörp A, Mees J, Frey M, Herth FJF, Schneider MA, Trinkmann F, Prelog M. Significant Production of Serum and Mucosal Anti-Spike-IgA Antibodies After Vaccine-Encoded or SARS-CoV-2-Infection-Induced Spike-Exposures in Patients with Asthma Treated with Monoclonal Antibodies Compared to Conventional Therapy. J Asthma Allergy. 2026;19:1-15 https://doi.org/10.2147/JAA.S547038

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation

Die beiden Forschenden sitzen in weißen Kitteln im Labor vor einem Rechner und schauen in die Kamera.
Anna Broderdörp, Doktorandin in der AG Prelog, und der Laborleiter, Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar, teilen sich die Erstautorenschaft der im Journal of Asthma and Allergy publizierten Studie. © Martina Prelog / UKW
Die drei Forschenden sind im Labor, zwei sitzen, Martina Prelog steht, alle blicken in die Kamera, im Hintergrund ist ein Monitor, der die aktuelle Studie zeigt.
Doktorandin Anna Broderdörp (links), Prof. Dr. Martina Prelog und Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar von der Laborarbeitsgruppe „Pädiatrische Rheumatologie/Spezielle Immunologie” konnten zeigen, dass Asthma-Patientinnen und -Patienten auch unter einer Behandlung mit monoklonalen Antikörpern eine starke Immunantwort gegen SARS-CoV-2 entwickeln. © Gaby Haase / UKW

Geburtstagssymposium ehrte Christoph Reiners

Der Nuklearmediziner Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Reiners kann auf ein außergewöhnliches Lebenswerk zurückblicken. Anlässlich seines 80. Geburtstags würdigte das Uniklinikum Würzburg die Persönlichkeit und die Leistungen seines ehemaligen Klinik- und Ärztlichen Direktors mit einem hochkarätigen Symposium.

Prof. Dr. Christoph Reiners, umgeben von den Referierenden seines Geburtstagssymposiums.
Prof. Dr. Christoph Reiners (7. von links), umgeben von den Referierenden seines Geburtstagssymposiums. © Anna Wenzl / UKW
Prof. Dr. Christoph Reiners mit Prof. Dr. Andreas Buck, seinem Nachfolger als Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum Würzburg.
Prof. Dr. Christoph Reiners (rechts) mit Prof. Dr. Andreas Buck, seinem Nachfolger als Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum Würzburg. © Anna Wenzl / UKW
Prof. Dr. Christoph Reiners wurde anlässlich seines 80. Geburtstags für sein Lebenswerk mit einem Symposium am Uniklinikum Würzburg geehrt.
Prof. Dr. Christoph Reiners wurde anlässlich seines 80. Geburtstags für sein Lebenswerk mit einem Symposium am Uniklinikum Würzburg geehrt. © Anna Wenzl / UKW

Würzburg. Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Reiners leitete von 1994 bis 2010 die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Uniklinikums Würzburg (UKW). Außerdem lenkte er von 2001 bis 2015 als Ärztlicher Direktor die Geschicke des unterfränkischen Krankenhauses der Maximalversorgung. Neben den Erfolgen in diesen Führungsrollen war seine Karriere von vielen wissenschaftlichen, klinischen und humanitären Leistungen geprägt. Das UKW nahm den diesjährigen 80. Geburtstag des Mediziners zum Anlass, sein Lebenswerk mit einem eintägigen Symposium zu ehren. Auf Einladung von Prof. Dr. Andreas Buck, Reiners Nachfolger als Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, kamen am 21. März dieses Jahres rund 100 Gäste im Hörsaal des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) des UKW zusammen. Während in den Vorträgen des Nachmittags namhafte Fachleute – viele von ihnen langjährige berufliche Weggefährten des Jubilars – zu aktuellen nuklearmedizinischen Themen referierten, setzten die Grußworte und Vorträge des Vormittags Schlaglichter auf Reiners Wirken und seine Persönlichkeit.

Als Ärztlicher Direktor für das Uniklinikum Würzburg prägend

Laut Prof. Dr. Stephan Hackenberg wurde das heutige Bild des UKW in zahlreichen Aspekten maßgeblich von Christoph Reiners geprägt. „Viele unserer infrastrukturellen und inhaltlichen Schwerpunkte entstanden in der Zeit, in der Sie Ärztlicher Direktor des Uniklinikums waren“, unterstrich der aktuelle stellvertretende „ÄD“ in seiner Ansprache. Sehr hilfreich seien hierbei – neben der guten internen Vernetzung – oft auch Reiners außergewöhnlich gute Kontakte in die Politik gewesen. Dazu passend zitierte Prof. Dr. Markus Luster, ehemaliger nuklearmedizinischer Oberarzt des UKW, in seiner Laudatio die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die dem Geehrten hohes diplomatisches Geschick und Charme bescheinigte.

Konsequenter Einsatz für Strahlenschutz

Für die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin konstatierte deren Präsident Prof. Michael Schäfers: „Wenn wir heute auf Ihr Leben und Wirken schauen, dann sehen wir einen Menschen, der unser Fach über Jahrzehnte hinweg geprägt hat – mit intellektueller Klarheit, klinischer Verantwortung, internationalem Weitblick und nicht zuletzt mit menschlicher Zuwendung.“ Besonders hob Schäfers Reiners Einsatz für den Strahlenschutz hervor. In Gremien wie der Strahlenschutzkommission habe er immer wieder dafür geworben, Strahlenanwendungen weder zu bagatellisieren, noch zu dämonisieren.

Medizinische Hilfe für Tschernobylkinder

Internationale Anerkennung erwarb sich der Würzburger Nuklearmediziner insbesondere für seine Arbeiten zum Schilddrüsenkarzinom. Mehrfach kam in den Laudationes auch sein humanitäres Engagement zur Sprache: So wurde auf Reiners Initiative 1996 am UKW der gemeinnützige Verein „Medizinische Hilfe für Tschernobylkinder“ gegründet. Dessen Ziel war es, in Folge der Nuklearkatastrophe von 1986 über 250 an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kindern eine möglichst gute Therapie und Nachsorge zu bieten. Als Beleg der erfolgreichen, mittlerweile abgeschlossenen Arbeit zeigte Dr. Johannes Biko, Nuklearmediziner und Reiners zentraler Wegbegleiter bei diesem Hilfsangebot, auf dem Symposium ausgewählte Beispiele aus weit über 200 Geburtsanzeigen und Babyfotos, zugeschickt von ehemaligen Kinderpatientinnen und -patienten, die jetzt ihrerseits dankbare Eltern sind.

Ein Motor der Digitalisierung

Prof. Reiners selbst erinnerte in seinem Vortrag an weitere Aspekte aus seiner Zeit als Ärztlicher Direktor des UKW, die ihm rückblickend besonders wichtig erscheinen. Dazu zählt sein Einsatz für eine fortschrittliche, patientenorientierte nuklearmedizinische Station im 2009 eröffneten ZIM. Außerdem trieb er, selbst ein früher Experte für medizinische Informatik, ab dem Jahr 2002 mit Nachdruck die schrittweise Digitalisierung am UKW voran. Mit messbarem Erfolg: Beim Digitalradar-Score 2024, der die digitale Reife der deutschen Krankenhäuser misst, kam das Würzburger Uniklinikum auf den ersten Platz. Auch als Seniorprofessor war seine IT-Expertise gefragt. So koordinierte Reiners von 2018 bis 2023 das von der Bayerischen Staatsregierung geförderte Projekt „Digitalisierungszentrum Präzisions- und Telemedizin (DZ.PTM)“.

Text: Pressestelle / UKW
 

Prof. Dr. Christoph Reiners, umgeben von den Referierenden seines Geburtstagssymposiums.
Prof. Dr. Christoph Reiners (7. von links), umgeben von den Referierenden seines Geburtstagssymposiums. © Anna Wenzl / UKW
Prof. Dr. Christoph Reiners mit Prof. Dr. Andreas Buck, seinem Nachfolger als Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum Würzburg.
Prof. Dr. Christoph Reiners (rechts) mit Prof. Dr. Andreas Buck, seinem Nachfolger als Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Uniklinikum Würzburg. © Anna Wenzl / UKW
Prof. Dr. Christoph Reiners wurde anlässlich seines 80. Geburtstags für sein Lebenswerk mit einem Symposium am Uniklinikum Würzburg geehrt.
Prof. Dr. Christoph Reiners wurde anlässlich seines 80. Geburtstags für sein Lebenswerk mit einem Symposium am Uniklinikum Würzburg geehrt. © Anna Wenzl / UKW

500 Euro für krebskranke Kinder

Der Oldtimer-Stammtisch Tauber spendet für die Elterninitiative

 

Spendenübergabe an die Elterninitiative
Joseph Yasmin, Nadine Kempa und Klaus Heller freuen sich über die Übergabe des Spendenschecks (von links). Foto: Denise Lampert

Grund zur Freude gab es am 24. März 2026 für die Elterninitiative Regenbogen, die vom Oldtimer-Stammtisch Röttingen-Tauberrettersheim mit einer Spende in Höhe von 500 Euro bedacht wurde. Verschiedene Aktionen und Ausflüge nahm der Oldtimer-Club zum Anlass, um Spenden für den gemeinnützigen Verein zu sammeln und über die wichtige Arbeit der Elterninitiative zu informieren.

"Es lässt niemanden kalt, einem krebskranken Kind zu begegnen" begründete Klaus Heller die Motivation, an die Elterninitiative Regenbogen zu spenden. Bereits seit einigen Jahren fühlt er sich dem Verein und dessen Mission besonders verbunden und sicherte diesem auch zukünftige Unterstützung zu. Auch Joseph Yasmin, der die mit dem Ehrenamt verbundene Arbeit gut kennt, zeigte sich überzeugt von den Hilfsangeboten der Elterninitiative. Mit der Spende werden u.a. die 12 Elternwohnungen des Vereins finanziert, die mit weit über 6.500 Übernachtungen pro Jahr viel Zuwendung benötigen. Durch das große Einzugsgebiet der Uni-Kinderklinik müssten Familien oft weite Fahrten auf sich nehmen oder auch aus dem Ausland anreisen. Die Wohnungen schaffen Entlastung für die Familien, die diese während der Therapie kostenfrei nutzen könnten, klärte Nadine Kempa im Namen des Vereins auf.

Die Elterninitiative bedankt sich herzlich beim Oldtimer-Stammtisch Röttingen-Tauberrettersheim sowie allen involvierten Unterstützern für die wichtige Hilfe, welche der Arbeit des Vereins nachhaltig zugutekommt.

Text: Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V.
 

Spendenübergabe an die Elterninitiative
Joseph Yasmin, Nadine Kempa und Klaus Heller freuen sich über die Übergabe des Spendenschecks (von links). Foto: Denise Lampert

Früh geboren – immunologisch anders programmiert

Würzburger Studie zeigt erstmals umfassend, wie sich adaptive Abwehrzellen abhängig vom Gestationsalter entwickeln - publiziert im Journal of Allergy and Clinical Immunology

Blick in den Inkubator auf die kleinen nackten Füße eines Frühgeborenen
Anhand des bisher größten Datensatzes zur Immunentwicklung von Frühgeborenen zeigt die Kinderklinik des UKW: Je unreifer ein Kind bei der Geburt ist, desto stärker und länger unterscheiden sich seine Immunzellen von denen reiferer Frühgeborener. Doch das Immunsystem von extrem Frühgeborenen ist nicht inaktiv oder schwach, sondern anders organisiert. Bei ihnen läuft die Reifung und Neubildung der Immunzellen kurz nach der Geburt anders ab. © Daniel Peter / UKW
Das Team steht in der Frühlingssonne vor einer bemalten Wand.
Verschiedene Arbeitsgruppen der Würzburger Universitäts-Kinderklinik untersuchen, wie die Immunreifung unter den verschiedensten Bedingungen stattfindet und Infektionsanfälligkeiten sowohl am Lebensanfang als auch im späteren Leben erklärt. Vorne v.l.n.r.: Christoph Härtel, Johannes Dirks, Janina Marißen, Henner Morbach © Ricarda Gertner / UKW
Grafik eines sehr kleinen Babys in rot und eines etwas reiferen Babys in blau sowie drei Koordinatensysteme, welche die Entwicklung von T-Helferzellen, B-Zellen und NK-Zellen zeigen (y-Achse zeigt Anzahl der Lymphozyten, x-Achse das postnatale Alter).
In der Studie wurden 1.533 Blutuntersuchungen aus den ersten 50 Lebenstagen von 577 Frühgeborenen ausgewertet. Die Kinder wurden mit einem Gestationsalter (GA) zwischen 22 und 36 Wochen und einem Geburtsgewicht zwischen 305 und 2820 Gramm an den Unikliniken Lübeck und Würzburg geboren. Die Grafik zeigt die Auswertung von 49 Frühgeborenen mit einem GA unter 26 Wochen und 288 Frühgeborenen mit einem GA von 30 Wochen und älter. Besonders unreif geborene Kinder zeigen dauerhaft niedrige Anteile von T-Helferzellen sowie erhöhte Anteile von B-Zellen und einen späteren Anstieg natürlicher Killerzellen (NK). © Details des Graphical Abstracts in Dirks et al, Journal of Allergy and Clinical Immunology (2026)

Die Kinderklinik am Universitätsklinikum Würzburg veröffentlicht im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ in Kooperation mit dem Uniklinikum Lübeck den bisher größten Datensatz zur Immunentwicklung von Frühgeborenen. Die Auswertung von über 1.500 Blutproben zeigt, welchen Einfluss das Gestationsalter, Entzündungen und das Geschlecht auf die Reifung des adaptiven Immunsystems von Frühgeborenen haben und welche Immunbefunde bei Frühgeborenen „normal“ sind. Damit liefert die Studie wichtige Referenzwerte für die klinische Einordnung von Immunbefunden. Darüber hinaus trägt sie zum besseren Verständnis der Ursachen der besonderen Infektanfälligkeit dieser vulnerablen Patientengruppe bei.

Würzburg. Frühgeborene haben in den ersten Lebenswochen ein deutlich höheres Infektionsrisiko als termingeborene Kinder. Das hängt unter anderem mit ihrem Immunsystem zusammen. Bislang fehlten jedoch belastbare Daten darüber, wie sich die verschiedenen Zellarten des adaptiven Immunsystems nach der Geburt entwickeln. Wie sieht es speziell mit Lymphozyten, wie T- und B-Zellen, aus, die nach dem Kontakt mit Antigenen, wie Viren oder Bakterien, gezielte Abwehrmechanismen aktivieren? 

Welche Werte des Immunsystems sind angesichts der Frühgeburt normal? 

Der Grund für den Mangel an Daten ist unter anderem das geringe Blutvolumen* von Frühgeborenen und der damit einhergehende Mangel an Forschungsmaterial. Deshalb können in der Neonatologie frühgeborenen Säuglingen immer nur wenige Tropfen Blut abgenommen werden. „Bislang wussten wir gar nicht, wie das Immunsystem eines gesunden Frühgeborenen aussieht und welche Werte angesichts der Frühgeburt normal sind“, sagt Johannes Dirks, Kinderarzt am Uniklinikum Würzburg (UKW). Dirks hat sich auf die pädiatrische Immunologie spezialisiert und erforscht das Immunsystem von Frühgeborenen.

Bisher größter Datensatz zur postnatalen Entwicklung adaptiver Abwehrzellen bei Frühgeborenen im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“

Nun hat Johannes Dirks als Erstautor den bislang größten Datensatz zur postnatalen Entwicklung adaptiver Abwehrzellen bei Frühgeborenen im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht. Damit liefert er wichtige Referenzwerte für die klinische Einordnung von Immunbefunden. Darüber hinaus tragen die Studienergebnisse zu einem besseren Verständnis der Ursachen der besonderen Infektionsanfälligkeit dieser vulnerablen Patientengruppe bei. 

In der Studie wurden über 1.500 Blutuntersuchungen der ersten 50 Lebenstage von 577 Frühgeborenen ausgewertet. Die Kinder wurden mit einem Schwangerschaftsalter (Gestationsalter) zwischen 22 und 36 Wochen sowie einem Geburtsgewicht zwischen 305 und 2.820 Gramm an den Unikliniken Lübeck (UKSH) und Würzburg geboren. Die Blutabnahmen für die Immunphänotypisierung erfolgten im Rahmen der Routineversorgung auf der Neugeborenen-Intensivstation. Anschließend wurden die Ergebnisse mit verschiedenen Faktoren rund um die Geburt in Beziehung gesetzt. 

Entwicklung des Immunsystems bei Frühgeborenen wird stark vom Zeitpunkt der Geburt geprägt 

„Die Auswertung zeigte eindeutig: Je unreifer ein Kind bei der Geburt ist, desto stärker und länger unterscheiden sich seine Immunzellen von denen reiferer Frühgeborener“, erläutert Johannes Dirks. „Wenn die Werte anders sind, heißt das aber nicht, dass sie nicht normal sind“, betont er. Bei Frühgeborenen gebe es ein anderes „normal“. So sind bei ihnen zum Beispiel die sogenannten CD4-T-Helferzellen, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Immunreaktionen spielen, dauerhaft in geringerer Zahl vorhanden. Gleichzeitig finden sich in den ersten Lebenswochen zunächst vermehrt B-Zellen, die für die Bildung von Antikörpern zuständig sind. Im weiteren Verlauf steigt dann die Zahl der natürlichen Killerzellen an, die virusinfizierte oder geschädigte Körperzellen direkt bekämpfen können. 

Dieses charakteristische Muster verdeutlicht, dass das Immunsystem nicht inaktiv oder schwach ist, sondern anders organisiert ist und sich noch in der Entwicklung befindet. Eine vertiefte Analyse bestätigte, dass sehr früh geborene Kinder weniger neu gebildete, sogenannte naive T-Zellen besitzen, während bereits aktivierte und regulierende T-Zellen häufiger vorkommen. Dies spricht dafür, dass die Reifung und Neubildung der Immunzellen kurz nach der Geburt anders ablaufen. 

„Es ist also nicht zwingend krankhaft im Sinne eines Immundefektes, wenn bestimmte Zellen bei Frühgeborenen noch unterrepräsentiert sind“, erklärt Johannes Dirks. Mit der Studie liefert er eine Tabelle zur genauen Einschätzung des Immunstatus**. 

Auch Entzündungen vor der Geburt sowie das Geschlecht beeinflussen die Entwicklung des Immunsystems

Neben dem Gestationsalter beeinflussten weitere Faktoren das Immunsystem. So verstärkte beispielsweise eine Entzündung kurz vor der Geburt, das sogenannte Amnioninfektionssyndrom, die immunologischen Veränderungen zusätzlich. Auch typische Komplikationen der Frühgeburtlichkeit gingen mit ähnlichen Immunprofilen einher. Auffällig war außerdem ein Geschlechtsunterschied: Frühgeborene Mädchen wiesen durchgehend höhere Anteile an T-Helferzellen auf. Dies könnte zu ihrem insgesamt besseren Überleben beitragen. „Es ist schon lange bekannt, dass frühgeborene Jungen im Vergleich zu frühgeborenen Mädchen eine schlechtere Prognose haben“, erklärt Dirks. 

Verbindung von Neonatologie und Immunologie ist ein Schwerpunkt der Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Das Langzeitziel der Würzburger Universitäts-Kinderklinik ist es, immunologisch eine langfristige Nachsorge aufzubauen, von der die Kinder mit gezielten Interventionen profitieren. Denn wie zahlreiche große Kohortenstudien zeigen, zieht sich die Infektionsanfälligkeit von frühgeborenen Kindern bis ins hohe Erwachsenenalter. „Wir sehen auch immer wieder, dass die Impfantworten bei frühgeborenen Kindern schlechter ausfallen als bei termingeborenen Kindern“, berichtet Johannes Dirks. Der Kinderarzt, der selbst Vater von vier Kindern ist, kam nach seinem Studium der Humanmedizin in Würzburg über den Leiter des dortigen immunologischen Labors, Privatdozent Dr. Henner Morbach, zur immunologisch orientierten Forschung. Eineinhalb Jahre lang arbeitete er über eine Förderung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) in Lübeck. Klinisch spezialisierte er sich auf die pädiatrische Intensivmedizin und Neonatologie. Derzeit wird er über das Bridging-Programm des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) gefördert und arbeitet im Wechsel einen Monat in der Forschung und einen Monat in der Klinik. 

Die Verbindung von Neonatologie und Immunologie ist ein Schwerpunkt der Würzburger Universitäts-Kinderklinik und wird sukzessive ausgebaut, seitdem Professor Christoph Härtel im Mai 2020 von Lübeck noch Würzburg wechselte und die Leitung der Kinderklinik übernahm. Härtel erforscht die Entwicklung extrem frühgeborener Kinder, insbesondere im Rahmen überregionaler Forschungsnetzwerke. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der Entwicklung des Immunsystems. 

IRoN-Studie untersucht Reifung des Immunsystems bei Frühgeborenen, MIAI-Studie fokussiert sich auf reif geborene Kinder

In der IRoN-Studie (Immunoregulation of the Newborn) erforscht Härtel in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Lübeck die Reifung des Immunsystems bei Frühgeborenen. Das Team untersucht, wie spezielle Immunzellen das Langzeitoutcome von Frühgeborenen beeinflussen, beispielsweise in Bezug auf chronische Lungenerkrankungen. Auch das Mikrobiom spielt eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Prädisposition für ein ungünstiges Ergebnis bei einer Sepsis oder einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC), eine schwere Darmerkrankung, die vor allem Frühgeborene betrifft. Andererseits verändert die Gabe von Antibiotika, die bei Frühgeborenen oft aufgrund von (vermuteten) bakteriellen Infektionen unumgänglich ist, das Mikrobiom. Auch hier läuft die Forschung auf Hochtouren. Probiotika können zum Beispiel das Mikrobiom positiv beeinflussen und als Trainingspartner fürs Immunsystem dienen. 

Ein Pendant zur IRoN-Studie bei reifgeborenen ist die MIAI-Studie (Maturation of Immunity Against Influenza). Das MIAI-Studienteam untersucht unter der Federführung von Professorin Dorothee Viemann, Leiterin der Translationalen Pädiatrie, wie das Immunsystem am Lebensanfang auf Infektionen, Impfungen und Umwelteinflüsse, aber auch Antibiotika, reagiert, um frühe Abwehrmechanismen besser zu verstehen. Insbesondere in der frühen Kindheit muss das Immunsystem möglichst schnell ein energiesparendes Gleichgewicht zwischen Toleranz und Abwehr etablieren, um die Entwicklung von Gesundheit auf lange Sicht zu gewährleisten. Ziel ist, durch das bessere Verständnis dieser Prozesse neue Präventions- und Behandlungsstrategien identifizieren, die lebenslange Gesundheit für unsere Kinder sichern sollen. Darüber hinaus ermöglicht der Vergleich zwischen beiden Kohorten Einblicke darin, welche Entwicklungen bei Frühgeborenen für die langfristig erhöhte Infektionsanfälligkeit verantwortlich sind.

Dank an Eltern und Kinder, die mit ihren Daten die Forschung und das Wohl künftiger Generationen fördern

„All diese Daten helfen uns zu verstehen, wie die Immunreifung unter den verschiedensten Bedingungen stattfindet und somit die Infektionsanfälligkeit von Frühgeborenen sowohl am Lebensanfang als auch im späteren Leben erklärt“, resümiert Prof. Christoph Härtel. Der Klinikdirektor betont: „Deshalb sind wir allen Eltern und Kindern dankbar, die mit ihren Daten unsere Forschung unterstützen und so zu einer gesunden Entwicklung der nächsten Generationen beitragen.“ 

Publikation: Johannes Dirks, Ingmar Fortmann, Janina Marißen, Julia Pagel, Lilith Reichert, Henry Kipke, Marie-Theres Dammann, Wolfgang Göpel, Till Birkner, Kilian Dahm, Sofia Kirke Forslund-Startceva, Dorothee Viemann, Jan Rupp, Henner Morbach, Christoph Härtel. Effect of gestational age on lymphocyte phenotypes in hospitalized preterm infants, Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2025, Volume 157, Issue 2, 2026, Pages 506-516, ISSN 0091-6749, https://doi.org/10.1016/j.jaci.2025.09.030.

Weitere Informationen:

*Frühgeborene haben ein Blutvolumen von etwa 90 bis 100 Milliliter (ml) pro Kilogramm (kg) Körpergewicht, während es bei Erwachsenen rund 65 bis 75 ml pro kg sind. Ein Grund für das höhere Blutvolumen liegt im erhöhten Sauerstoffbedarf: Neugeborene, insbesondere sehr kleine Frühgeborene, haben einen höheren Grundumsatz. Bei einem 500 Gramm leichten Frühgeborenen mit einer Gesamtblutmenge von 45 bis 50 Millilitern sind 5 Milliliter Blut – das entspricht etwa einem gefüllten Teelöffel – bereits ein Zehntel des gesamten Blutes. 

** In Deutschland wird seit 2019 bei allen Neugeborenen ein Screening auf angeborene schwere T-Zell Defekte durchgeführt. Um die Neubildung von T-Zellen zu prüfen wird eine Fersenblutprobe auf einer sogenannten Trockenblutkarte untersucht. Bei Auffälligkeiten wird das Blut zur Bestätigungsdiagnostik an ein Zentrum für angeborene Immundefekte geschickt. Privatdozent Henner Morbach leitet an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik eines der wenigen Zentren in Deutschland, das eine umfassende Diagnostik, Beratung und Therapie bei angeborenen Immundefekten und komplexen immunologischen Fragestellungen anbietet.

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation

Blick in den Inkubator auf die kleinen nackten Füße eines Frühgeborenen
Anhand des bisher größten Datensatzes zur Immunentwicklung von Frühgeborenen zeigt die Kinderklinik des UKW: Je unreifer ein Kind bei der Geburt ist, desto stärker und länger unterscheiden sich seine Immunzellen von denen reiferer Frühgeborener. Doch das Immunsystem von extrem Frühgeborenen ist nicht inaktiv oder schwach, sondern anders organisiert. Bei ihnen läuft die Reifung und Neubildung der Immunzellen kurz nach der Geburt anders ab. © Daniel Peter / UKW
Das Team steht in der Frühlingssonne vor einer bemalten Wand.
Verschiedene Arbeitsgruppen der Würzburger Universitäts-Kinderklinik untersuchen, wie die Immunreifung unter den verschiedensten Bedingungen stattfindet und Infektionsanfälligkeiten sowohl am Lebensanfang als auch im späteren Leben erklärt. Vorne v.l.n.r.: Christoph Härtel, Johannes Dirks, Janina Marißen, Henner Morbach © Ricarda Gertner / UKW
Grafik eines sehr kleinen Babys in rot und eines etwas reiferen Babys in blau sowie drei Koordinatensysteme, welche die Entwicklung von T-Helferzellen, B-Zellen und NK-Zellen zeigen (y-Achse zeigt Anzahl der Lymphozyten, x-Achse das postnatale Alter).
In der Studie wurden 1.533 Blutuntersuchungen aus den ersten 50 Lebenstagen von 577 Frühgeborenen ausgewertet. Die Kinder wurden mit einem Gestationsalter (GA) zwischen 22 und 36 Wochen und einem Geburtsgewicht zwischen 305 und 2820 Gramm an den Unikliniken Lübeck und Würzburg geboren. Die Grafik zeigt die Auswertung von 49 Frühgeborenen mit einem GA unter 26 Wochen und 288 Frühgeborenen mit einem GA von 30 Wochen und älter. Besonders unreif geborene Kinder zeigen dauerhaft niedrige Anteile von T-Helferzellen sowie erhöhte Anteile von B-Zellen und einen späteren Anstieg natürlicher Killerzellen (NK). © Details des Graphical Abstracts in Dirks et al, Journal of Allergy and Clinical Immunology (2026)

In 50 Fachbereichen der Focus-Ärzteliste 2026 empfohlen

Die Focus-Ärzteliste 2026 weist in 50 Fachbereichen 32 Expertinnen und Experten des Uniklinikums Würzburg als deutschlandweite Top-Medizinerinnen und -Mediziner aus.

 

Prof. Buck mit zwei Mitarbeitern besprechen Bilder auf Monitore.
In der Focus-Ärzteliste 2026 finden sich über 30 Expertinnen und Experten des Uniklinikums Würzburg – darunter auch Prof. Dr. Andreas Buck (rechts), dieser in den Bereichen „Nuklearmedizin“ und „Endokrinologie & Fettstoffwechsel“. © Bernhard Kühmstedt / UKW

Würzburg. Die Mitte März 2026 erschienene Ausgabe der Publikationsreihe „Gesundheit“ des Nachrichtenmagazins Focus enthält die Neuauflage der „Focus-Ärzteliste“. Diese nennt über 3.800 deutschlandweit führende Medizinerinnen und Mediziner. Unterteilt ist das umfangreiche Tabellenwerk in 126 Fachbereiche, wie Neonatologie, Unfallchirurgie oder Tumoren des Verdauungstrakts. In 50 dieser Spezialisierungen finden sich die Namen von insgesamt 32 Ärztinnen und Ärzten des Uniklinikums Würzburg (UKW). Das Zahlenverhältnis ergibt sich dadurch, dass manche Expertinnen und Experten in mehreren Bereichen empfohlen werden. 
Die Focus-Ärzteliste 2026 basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung des Rechercheinstituts FactField. In die Bewertung flossen unter anderem fachliche Qualifikationen, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Weiterbildungsbefugnisse sowie Empfehlungen aus Kollegenkreisen und von Patientinnen und Patienten ein. 
Die unten folgende Auflistung der UKW-Fachleute orientiert sich an der Darstellung des Magazins. Kontaktmöglichkeiten zu den Ärztinnen und Ärzten beziehungsweise zur jeweiligen Fachklinik am Würzburger Uniklinikum können auf der Homepage www.ukw.de recherchiert werden. Dort stehen zum Beispiel die Rubrik „Ärztefinder“ und ein „Körperkompass“ für die individuelle Suche zur Verfügung.

Text: Pressestelle / UKW


Diese Medizinerinnen und Mediziner des UKW empfiehlt die Focus-Ärzteliste 2026:

Infektiologie:
Prof. Dr. Christoph Härtel
Prof. Dr. August Stich

Tropenmedizin:
Prof. Dr. August Stich

Strabologie:
Prof. Dr. Martin Nentwich

Diabetologie:
Prof. Dr. Martin Fassnacht

Chronische Schmerzen:
Prof. Dr. Heike Rittner

Demenzen:
PD Dr. Martin Lauer

Neurochirurgie:
Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus

Palliativmedizin:
Prof. Dr. Martin Kortüm

Gehörerkrankungen:
Prof. Dr. Stephan Hackenberg
Prof. Dr. Kristen Rak

Sinusitis:
Prof. Dr. Stephan Hackenberg

Bauchstraffung:
Prof. Dr. Michael Jakubietz

Bodylift:
Prof. Dr. Rafael Jakubietz

Ohrkorrektur:
Prof. Dr. Kristen Rak
PD Dr. Matthias Scheich

Plastische Wiederherstellungschirurgie:
Prof. Dr. Michael Jakubietz
Prof. Dr. Rafael Jakubietz

Psoriasis:
Prof. Dr. Matthias Goebeler

Bluthochdruck:
Prof. Dr. Martin Fassnacht

Endokrinologie & Fettstoffwechsel:
Prof. Dr. Andreas Buck
Prof. Dr. Martin Fassnacht

Ernährungsmedizin:
Prof. Dr. Andreas Geier

Nephrologie:
Prof. Dr. Kai Lopau

Kinderkardiologie:
Prof. Dr. Johannes Wirbelauer

Neonatologie:
Prof. Dr. Christoph Härtel
Prof. Dr. Johannes Wirbelauer

Ellenbogenchirurgie:
Prof. Dr. Rainer H. Meffert

Handchirurgie:
Prof. Dr. Rafael Jakubietz
Prof. Dr. Rainer H. Meffert
Prof. Dr. Hendrik Jansen

Unfallchirurgie:
Prof. Dr. Rainer H. Meffert

Wirbelsäulenchirurgie:
Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus

Blasenkrebs:
Prof. Dr. Hubert Kübler

Brustkrebs:
Prof. Dr. Achim Wöckel

Gynäkologische Tumoren:
Prof. Dr. Achim Wöckel

Hauttumoren:
Prof. Dr. Matthias Goebeler

Knochen- & Weichteiltumoren:
Prof. Dr. Martin Kortüm

Kopf-Hals-Tumoren:
Prof. Dr. Stephan Hackenberg

Leukämie & Knochenmarkerkrankungen:
Prof. Dr. Hermann Einsele
Prof. Dr. Martin Kortüm

Lymphome:
Prof. Dr. Hermann Einsele

Nierenkrebs:
Prof. Dr. Hubert Kübler

Prostatakrebs:
Prof. Dr. Hubert Kübler

Strahlentherapie:
Prof. Dr. Andrea Wittig-Sauerwein

Tumoren des Verdauungstrakts:
Prof. Dr. Christoph-Thomas Germer

Adipositas-Chirurgie:
Prof. Dr. Florian Seyfried

Hepatologie & Leberchirurgie:
Prof. Dr. Andreas Geier

Ästhetische Zahnheilkunde:
Prof. Dr. Marc Schmitter

Craniomandibulare Dysfunktion:
Prof. Dr. Marc Schmitter

Digitale Zahnmedizin:
Prof. Dr. Marc Schmitter

Endodontie:
PD Dr. Ralf Krug

Kieferorthopädie:
Prof. Dr. Angelika Stellzig-Eisenhauer

Rekonstruktive Chirurgie:
Prof. Dr. Urs Müller-Richter

Psychosomatik:
Prof. Dr. Imad Maatouk

Schizophrenie:
PD Dr. Martin Lauer

Suchterkrankungen:
PD Dr. Martin Lauer

Nuklearmedizin:
Prof. Dr. Andreas Buck

Radiologie:
Prof. Dr. Ralph Kickuth

 

Prof. Buck mit zwei Mitarbeitern besprechen Bilder auf Monitore.
In der Focus-Ärzteliste 2026 finden sich über 30 Expertinnen und Experten des Uniklinikums Würzburg – darunter auch Prof. Dr. Andreas Buck (rechts), dieser in den Bereichen „Nuklearmedizin“ und „Endokrinologie & Fettstoffwechsel“. © Bernhard Kühmstedt / UKW