Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Was ist COPD?
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (engl.: pulmonary disease) beschreibt eine fortschreitende Entzündungsreaktion der Bronchien und des Lungengewebes. Meist infolge einer chronischen Bronchitis verdickt sich die Bronchialwand, kommt es zu vermehrter Schleimproduktion und einem Elastizitätsverlust der Lungenbläschen. Dadurch kann die Luft nicht mehr vollständig ausgeatmet werden. Mit zunehmender Erkrankung bleibt beim Ausatmen immer mehr Restvolumen in der Lunge zurück und führt allmählich zu einer Überblähung des Lungengewebes, was auch als Lungenemphysem bezeichnet wird. Durch die Zerstörung der Lungenbläschen ist darüber hinaus der Gasaustausch, also die Sauerstoffaufnahme ins Blut und die Kohlendioxidabgabe, gestört.
Symptome und Ursachen
Im Vordergrund steht die zunehmende Atemnot. Langanhaltender Husten mit Auswurf zählt zu den begleitenden Charakteristika. Häufigste Ursache ist eine chronische Belastung der Atemwege mit dem beim Rauchen entstehenden Schadstoffgemisch. In seltenen Fällen liegt auch ein genetisch bedingter Alpha1-Antitrypsin-Mangel oder eine berufsbedingte Schadstoffbelastung zugrunde.
Diagnose und Beratung
Sind irreversible Schädigungen wie ein Lungenemphysem vorhanden, sind sie nicht mehr rückgängig zu machen. Daher ist es wichtig, die Erkrankung so früh wie möglich zu diagnostizieren. Am Universitätsklinikum Würzburg führen wir eine umfassende Diagnostik durch, ermitteln den Krankheitsstatus und erstellen individuelle Therapiekonzepte. Die niedergelassenen Lungenfachärztinnen und Lungenfachärzte übernehmen in der Regel die Betreuung.
Therapiemöglichkeiten
Was können Sie selbst tun?
Die wichtigste Maßnahme ist die komplette Vermeidung der Schadstoffe. Physiotherapie und körperliche Aktivität, etwa in Form von Lungensport, tragen zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei. Sehr wichtig ist die Vermeidung von bronchialen Infekten. Deshalb sollten Impfungen gegen bakterielle Lungenentzündungen und Grippe durchgeführt werden.
Medikamentös werden Wirkstoffe in Form von Inhalationen oder Aerosolen eingesetzt, welche die Bronchien erweitern, die Entzündung und Schleimproduktion vermindern. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Luftnot manchmal so groß, dass Sauerstoffzufuhr hilfreich ist oder die Atemmuskulatur durch eine nächtliche Atemunterstützung in Form einer Maskenbeatmung entlastet wird. Auch kann es erleichternd sein, wenn überblähtes Lungengewebe operativ entfernt oder per Bronchoskopie verkleinert wird.
Interventionelle Lungenvolumenreduktion
Auf gezielte Zuweisung der Lungenfachärztin oder des Lungenfacharztes prüfen wir, ob die Kriterien für eine endoskopische Verkleinerung des Lungenvolumens gegeben sind. Bei dem relativ neuen Verfahren werden in die überblähten Anteile der Atemwege über Katheter Bronchialventile eingesetzt, die sich beim Einatmen verschließen. So strömt keine neue Luft ein, alte Luft jedoch entweicht langsam. Die gesunden Lungenanteile können sich wieder besser entfalten. Den Eingriff nehmen wir in der Regel unter Vollnarkose vor.
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